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Soziales Lernen in der Schule - Schule als sozialer Erfahrungsraum


Schulen organisieren ihr Kerngeschäft des Lernens unter erschwerten Bedingungen. Sie werden durch gesellschaftliche Entwicklungen, soziale Probleme und jugendkulturelle Einflüsse herausgefordert, mancherorts gar zunehmend „überwältigt“.
Der aktuelle Bildungsdiskurs zentriert sich um die Themen der fachlichen Leistungssteigerung und der Schulvergleiche. Es geht um Schulprogramm-Entwicklung und um Evaluationsfragen. Weitere „heiße“ Themen im Land sind die Erprobung der Rahmenlehrpläne, Fragen der Leistungsdifferenzierung und Verkürzung der Schulzeit.
Aber auch die Modernisierung von Unterrichtsmethoden, der neue Stellenwert der Medien, die Schulöffnung nach innen und außen und die Frage nach Schlüs-selqualifikationen bzw. Basiskompetenzen spielen eine Rolle. Nicht zuletzt stehen Ganztag und die Einführung der Oberschule auf der Agenda. Nun also noch ein weiterer Auftrag: das soziale Lernen?

Über die Schwierigkeiten, Unterricht in halbwegs geordneten Bahnen abzuhalten, wird oft nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen. Allerdings ist der Leidensdruck im Alltag erheblich. Es sind jedenfalls nicht nur Problemschulen, Problemschüler/innen und weniger kompetente Lehrkräfte, die zunehmend in Nöte geraten und oft erst die Bedingungen für das Unterrichten und eine erträgliche Beziehungskultur herstellen müssen bzw. müssten. Gemeint sind Unruhe sowie Schmähungen und Beleidigungen gegenüber Lehrkräften, Cliquenrivalität, brutaler Umgang der Jugendlichen untereinander und Mobbing, Drogen, Schwänzen, Gewalt, „Null Bock“ u.a.m.
Nicht aussichtsreich ist hier eine reaktive Symptombekämpfung. Zukunftsträchtig ist stattdessen die Gestaltung von Orten und Situationen durch pädagogische Konzepte, wodurch sich
  • heikle Eskalation weniger entfaltet,
  • soziale und personale Kompetenzen reflektiert und geübt werden könnten,
  • echte soziale Lernanlässe (zwecks Demokratiefähigkeit, Toleranzsteigerung, Schlüsselqualifikations-Erwerb usw.) im Interesse von Gebrauchswertsteigerung schulischen Lernens aufgreifbar sind.
Es geht dabei nicht nur um das abweichende Verhalten einiger anstößig und erwartungswidrig handelnder Schüler/innen. Es geht um die Zukunftsfähigkeit der ganzen Schülergeneration.


weitere lnformationen in der Broschüre der Landeskooperationsstelle Schule-Jugendhilfe
Soziales Lernen in der Schule - Schule als sozialer Erfahrungsraum (Brandenburg)