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27.06.16 (Lausitzer Rundschau)  

Stolze Götter verlassen sehr erfolgreich den Olymp



Ganz weit oben sah sich der Abiturjahrgang 2016 des Finsterwalder Sängerstadt-Gymnasiums. Mit dem Motto ,,Abikropolis – Die Götter verlassen den Olymp" erlebten 96 Zwölftklässler am Freitagabend die Zeugnisübergabe und und sorgten mit toller Abi-Band und Männer-Abi-Ballett für ein zünftiges und ausgelassenes Fest auf dem Olymp.
 

Junge Frauen in rauschenden Ballkleidern und mit aufgepeppten Frisuren neben jungen Männern in seriösen dunklen Anzügen beherrschten den Ort des Olymps – die Mehrzweckhalle in Doberlug-Kirchhain. Cool und selbstbewusst präsentierten sich die jungen Frauen und Männer, die als Kids in der siebenten oder bereits in der fünften Klasse pfiffig aber auch ein bisschen unsicher den steilen und beschwerlichen Weg zum Olymp in Angriff genommen hatten. ,,Ihr habt den höchstmöglichen allgemeinbildenden Schulabschluss erreicht", gab Schulleiter Eberhard Heise in seiner Festrede dem Stolz der frisch gebackenen Olympier mit Abi-Zeugnis Recht. ,,Einen außergewöhnlichen Jahrgang", lobte er, denn ,,es ist kaum zu glauben, die Traumnote mit dem Gesamtdurchschnitt von 1,0 kann an vier Schüler vergeben werden und weitere zwölf schafften 1,5 und besser".
Allerdings mussten Einige den Aufstieg zum Olymp leider vorzeitig abbrechen. Neben Gutscheinen für die besten Abiturienten gab Peter Hans als 1. Beigeordneter des Landrates den frisch gebackenen Abiturienten gute Ratschläge und Wünsche mit auf den Weg.

Maria Märker, Kathleen Schüler, Ksenia Leongardt und Max Fornoville gingen souverän mit ihrem Traumergebnis um. ,,Die Abiturprüfungen waren gut zu bewältigen", urteilten sie unisono. Max Fornoville heimste weitere Ehrungen ein. So zeichneten ihn die Deutsche Physiker-Gesellschaft und die Deutsche Mathematiker-Vereinigung ,,für herausragende Leistungen" mit kostenlosen Ehrenmitgliedschaften aus. Die Patenschaft der Schule mit der Finsterwalder Kjellberg GmbH dokumentierte sich im Technikpreis für Melissa Rietz. Neben den schulischen Leistungen hob Schulleiter Heise den Jahrgang als engagiert bei freiwilligen Aufgaben im gesellschaftlichen Leben hervor. Benefizkonzert und Willkommens-Basar für Flüchtlinge führte er beispielhaft an mit Maria Märker, Melissa Gröbe und Lisa-Maria Zacher an der Spitze.
Er verwies auf zahlreiche Aktivitäten selbstständigen Lernens außerhalb des Unterrichts. Schuljahrbuch und Homepage seien zum Beispiel nur so möglich. Die Olympier werden wieder zu ,,Frischlingen" wies Heise in die Zukunft von Ausbildung und Studium. Bürgermeister Jörg Gampe griff in seiner launigen Rede das Thema ,,Abikropolis" auf. Die erfolgreiche ,,Göttergemeinschaft" müsse die Komfortzone wieder verlassen. Er wünschte Kraft für die nächsten Gipfel und dass möglichst viele Olympier den Weg in die Heimat zurück finden.
Man habe auf dem Weg zum Abi auch gelernt ,,Respekt vor dem Leben zu bekommen", versicherten die Schülersprecher Lisa-Maria Zacher und Toni Miersch in ihrer Dankesrede. Nach all den feierlichen Momenten brach sich ausgelassene Feierstimmung Raum.
Die Abiband heizte ein und das Abi-Männerballett sorgte mit Rhythmus und Haut für das große Kreischen.


 
J. Weser




30.06.15 (Lausitzer Rundschau)  

"Reiseziel" Abitur nach zwölf Jahren erreicht



Die Vier konnten sich über ihre herausragenden Abschlüsse freuen: Willi Vogel (Notendurchschnitt 1,2), Jessica Pluquette (1,0), Vanessa Haschke (1,3) und Hannes Schmidt (1,3)
 

"ABItour! Die Reise ist vollbracht…"– so lautete das Motto der 79 Abiturientinnen und Abiturienten des Sängerstadt-Gymnasiums Finsterwalde nach zwölf Jahren Schulzeit.
Für 79 junge Frauen und Männer ist die Reise zu Ende: Sie wurden nun mit ihren Reifezeugnissen aus der ihnen vertrauten Schulgemeinschaft des Sängerstadt-Gymnasium Finsterwalde verabschiedet. Die tolle Abi-Band versprühte dabei mit ihren Liedern Frohsinn und auch ein wenig Wehmut über den Abschied.
Zahlreiche Gäste hatten sich eingefunden, um die Weitgereisten an ihrem Ziel gebührend zu empfangen. Landrat Christian Heinrich-Jaschinski beglückwünschte die jungen Menschen zu ihren Schulabschlüssen und gab ihnen mit auf den Weg, dass sie mit dem Erreichen des Abiturs gleichzeitig in eine Pole-Position geraten seien, die sie zum Durchstarten ins Leben nutzen sollten. Auch der Finsterwalder Bürgermeister Jörg Gampe nahm die Reisemetapher auf und verwies darauf, dass dieser Abend nur ein Zwischenziel sei und die Fahrt in die große, weite Welt erst beginne. Er legte aber unbedingten Wert darauf, dass die Rückkehroption in die Sängerstadt-Region die erste sein sollte, nachdem die Welt erkundet wurde.
Schulleiter Eberhardt Heise brachte die Weggabelung ins Spiel: "Spätestens heute Abend trennen sich die gemeinsamen Wege und die Verbindungen lösen sich in verschiedenen Richtungen", blickte er schon weiter. Besondere Anerkennung zollte er den zehn Schülerinnen und Schülern, die einen Notendurchschnitt von 1,5 und besser auf ihren Zeugnissen bescheinigt bekommen haben; die Traumnote von 1,0 erreichte Jessica Pluquette. Für ihre herausragenden Leistungen auf mathematisch-physikalischem, chemischem und technischem Gebiet wurden Christopher Zeidler, Lars Winzer und Willi Vogel geehrt. Anschließend übergaben Schulleiter, Oberstufenkoordinatorin und Tutoren in sehr feierlicher Atmosphäre die Abiturzeugnisse an die gleichermaßen stolzen, glücklichen und aufgeregten Hauptpersonen des Abends. Einen Blick auf die zwölfjährige Reise im Allgemeinen und auf die vergangenen sechs Jahre im Besonderen warfen Miriam Heimann und Hannes Schmidt in ihrer amüsant-aufschlussreichen, nachdenklichen und kurzweiligen Dankesrede. Sie ließen Höhepunkte, Anstrengungen und Skurriles Revue passieren und bedankten sich ausdrücklich bei den Reiseleitern und Begleitern, allen voran natürlich bei ihren Eltern. Zum Abschluss erhoben sie gemeinsam mit allen Gästen das Glas und stießen auf das Abitur und auf das Gelingen alles Zukünftigen an.


 
U. Biesold







23.06.15 (Lausitzer Rundschau)  

Vier Preise für junge Finsterwalder Nachwuchshistoriker

Sängerstadt-Gymnasiasten erfolgreich beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten zum Thema ,,Anders sein"

Die strahlenden Förderpreisgewinner beim bundesweiten Geschichtswettbewerb vom Sängerstadt-Gymnasium: Nina Fischl, Lilly Müller und Franka Ohme (vorn v.l.) und Ole Weber und Martin Hoffmann (hinten v.l.). Es fehlt Johanna Thor.

 

Lilly Müller, Franka Ohme, Johanna Thor, Ole Weber, Nina Fischl und Martin Hoffmann heißen die Preisträger beim Wettbewerb der Körber-Stiftung unter dem Patronat des Bundespräsidenten.
Damit gehört das Sängerstadt-Gymnasium zu den erfolgreichsten Schulen in Berlin/Brandenburg, freut sich Geschichtslehrerin Birgit Neidnicht, die den Wettbewerb im Land Brandenburg seit einigen Jahren maßgeblich mit etabliert hat. ,,Die vier Preise sind wirklich toll, denn das Niveau der eingereichten Wettbewerbsbeiträge ist sehr hoch." Birgit Neidnicht weiß, dass die Jury sehr auf fundierte wissenschaftliche Arbeit achtet. Mehr als 60 Arbeiten sind im Land Brandenburg eingereicht worden, davon konnten neun Landessieger und neun Sonderpreise vergeben werden. Neben der Urkunde werden die Förderpreise noch mit je 100 Euro versüßt. Am 16. September gibt es die offizielle Ehrung im Deutschen Historischen Museum Berlin.
Dass ihm der einstige Hochstapler Max Schiemangk aus Staupitz zur Auszeichnung verholfen hat, freut Ole Weber. Dabei hat der Neuntklässler überhaupt nicht hoch gestapelt, sondern fleißig recherchiert und nach Quellen gesucht, ,,denn Schiemangk war als Heiratsschwindler und sonstiger Hochstapler weltweit bis nach Amerika unterwegs". Ihm habe die Spurensuche nach dem Mann mit dem anderen Lebensweg Spaß gemacht. ,,Es war spannend".
Zum Thema ,,Menschen im Krieg – ein Leben ohne Wahl" haben die drei Jüngsten in der Runde der Preisträger einen 93-jährigen Zeitzeugen aus Sonnewalde zu seinem Schicksal in den Kämpfen vor Stalingrad während des Zweiten Weltkrieges befragt und daraus eine Radiosendung mit fiktiver Wissenschaftlerin gemacht. ,,Die Gespräche waren für uns ziemlich emotional und aufregend", erzählen die Sechstklässlerinnen Franka Ohme und Lilly Müller, die mit Johanna Thor ,,die Arbeit prima bewältigt haben", wie Birgit Neidnicht lobt.
Die Meinung "Ich bin tolerant, aber muss das sein?" gibt es auch heute noch. Sie ärgert Nina Fischl aus dem Geschichtskurs Klasse 11 und hat sie motiviert, sich dem Thema ,,Homosexualität im Nationalsozialismus" zuzuwenden und Bezüge zum Heute herzustellen. ,,Die Schicksale sind oft schlimm", hat sie erfahren. Das hat Martin Hoffmann aus dem gleichen Kurs zum ,,Thema Flüchtlinge in Finsterwalde und Umgebung" 1945" zwischen Hilfe und Ablehnung der Menschen erfahren. ,,Das Erlernen richtigen intensiven wissenschaftlichen Arbeitens hat uns viel gegeben", sind Nina und Martin sicher. Die sechs jungen Historiker hoffen mit ihren Mentorinnen Birgit Neidnicht und Babette Weber, dass sie ihre Ergebnisse bei verschiedenen Veranstaltungen weiter öffentlich machen können.
Auch Geschichtslehrer Bernhard Neidnicht ist vom Virus Geschichtswettbewerb als Lehrer am Oberstufenzentrum Cottbus erfasst. ,,In diesem Jahr war er mit drei Landessiegern erfolgreicher als ich", schmunzelt Ehefrau Birgit.


Jürgen Weser




23.10.14 (Lausitzer Rundschau)  

Kabelsalat, Software und Computer in Bewegung

Während Schüler und Lehrer des Sängerstadt-Gymnasiums Finsterwalde ihre Ferien genießen, haben die Systemadministratoren der Kreisverwaltung derzeit im frisch sanierten Schulhaus in der Straße der Jugend alle Hände voll zu tun. Mehr als 200 Rechner sind zu installieren.

Derzeit wird im Sängerstadt-Gymnasium die Computertechnik installiert, um nach den Herbstferien den Unterrichtsbetrieb aufnehmen zu können. Die Systemadministratoren von der André Pietzner, Steffen Martini, Andreas Rambow und Patrick Weber (v.l.).

 

Konzentriert stecken Patrick Weber und André Pietzner an ihrer Basisstation im zweiten Obergeschoss die Köpfe zusammen. "Wir sind gerade dabei, die 14-Zoll-Notebooks einzurichten", klärt Patrick Weber auf. 15- und 17-Zoll-Notebooks sind auch noch dran. Insgesamt sind 150 neue und rund 50 bereits am Ausweich-Schulstandort in der Tuchmacherstraße verwendete Rechner für ihren Einsatz in dem am 16. Oktober feierlich in Besitz genommenen neuen Domizil des Sängerstadt-Gymnasiums einsatzbereit zu machen. Trotz Urlaub dabei
Steffen Martini, neben Tino Reichardt ebenfalls Systemadministrator bei der Kreisverwaltung, schaut trotz Urlaub am gestrigen Vormittag bei seinen Kollegen vorbei. Er hatte bereits vor seinem Urlaub Vorbereitungen getroffen, dass Schüler und Lehrer nach den Herbstferien auf einsatzbereite Technik treffen. Andreas Rambo vom Schulverwaltungsamt: "Ich bin optimistisch, dass die Jungs das schaffen." In Zusammenarbeit mit der Schule seien Entscheidungen über neu aufzuspielende Software getroffen worden. Auf die Hardware, die es vertrage, sei das Betriebssystem Windows 7 aufgespielt worden, teilweise arbeite man mit Windows xp weiter, erklärt Patrick Weber. Es folgen weitere Details in der für den Laien schwer verständlichen Computer-Sprache. Das ist für Andreas Rambo kein Problem, denn nur eins zählt für ihn: Schüler und Lehrer sollen nach den Ferien eine intakte Technik vorfinden.
Neben drei miteinander vernetzten Computerräumen, sind alle weiteren Unterrichtsräume mit einem Rechner ausgestattet. Arbeitsstationen für Multimedia und acht interaktive Tafeln sind startklar zu machen. Letztere müssten kalibriert werden, so der Fachmann. Und er klärt auf: Es müsse schließlich auf dem Tafelbild tatsächlich das angezeigt werden, was mit dem Finger auf dem Touchpad angesteuert wird. Medienschränke beherbergen Notebooks, DVD-Player, Verstärker und weitere Ausrüstung für einen technisch nahezu perfekt zu unterstützenden Unterricht. Patrick Weber und André Pietzner schätzen ein, gut im Zeitplan zu liegen. Von der Tuchmacherstraße würden noch ältere Computer herübergebracht werden. Mit dem Ponk – dem pädagogisch-organisatorischen Netzwerkkoordinator der Schule – habe man sich noch am Freitag über Wünsche der Schule abgestimmt, in welchem Raum was installiert werden soll. "Wir werden auch noch ältere Rechner als Surfstationen für Recherche-Arbeiten nutzen", erklärt Patrick Weber.
Dem Laien stellt sich die Lage zwischen Bildschirmen, Kabeln, Medienschränken und unausgeräumten Kartons derzeit noch recht unübersichtlich dar. Andreas Rambo zeigt im benachbarten bereits fertigen Computer-Raum, wo die Reise hingeht. Ja, das sieht super aus. Bei einer Gesamtinvestition von 5,5 Millionen Euro hat der Landkreis knaapp 600 000 Euro in technische Ausstattung und Mobiliar gesteckt. Reichlich 200 000 Euro flossen aus Fördermitteln.
Mehr als 1500 Geräte haben die Systemadministratoren der Kreisverwaltung mittlerweile an allen Schulen des Landkreises zu betreuen. Ihnen ist nicht bange, irgendwann weniger zu tun zu bekommen. Eine technische Weiterentwicklung werde es immer geben. Daran sollten gute Lernergebnisse nicht scheitern.




17.10.14 (Lausitzer Rundschau)  

Alte Schuldame in frischem Glanz für Campus

Nach 18 Monaten Frischzellenkur im Inneren des 101-jährigen Schulgebäudes ist am Mittwoch der Max-Taut-Bau an das Finsterwalder Sängerstadt-Gymnasium übergeben worden. Damit stehen die zwei Campus-Gebäude für den Schulbetrieb voll zur Verfügung.

Landrat Heinrich-Jaschinski (r.) und Schulleiter Eberhard Heise läuteten gemeinsam das neue Sängerstadt-Campus-Zeitalter ein.

 

,,Geld in Schulen angelegt, die höchsten Zinsen trägt", zitierte Schulleiter Eberhard Heise zur feierlichen Einweihung. Das Geld ist angelegt, Schüler und Lehrer müssen nun die Zinsen erbringen.
Um den Bogen von der erhaltenen Tradition zum modernen Schulgebäude zu schlagen, übergab Architekt Jürgen Habermann eine alte, wohlklingende Schulglocke an den Bauherrn. Landrat Christian Heinrich-Jaschinski läutete mit Schulleiter Eberhard Heise symbolisch eine neue Epoche für das traditionsreiche Schulgebäude ein. Als ,,einen sehr guten Tag für die Schullandschaft im Elbe-Elster-Kreis bezeichnete der Landrat die für insgesamt 5,5 Millionen Euro erfolgte Sanierung unter denkmalgerechten Bedingungen. Eine Million ist vom Innenministerium des Landes für die vollständige Barrierefreiheit des Gebäudes beigetragen worden, 50 000 Euro flossen von der Elbe-Elster-Sparkassenstiftung in die Sanierung der Aula. In den letzten Wochen, lobte Landrat Heinrich-Jaschinski, haben sich die Bauleute nach dem Schwelbrand in der Aula mit ihrem Einsatz selbst übertroffen. Den Termin vor den Herbstferien wollte man wegen des Umzuges unbedingt halten, betonten Ciro Scherff als Amtsleiter für Gebäude-Management beim Kreis und Architekt Jürgen Habermann. Natürlich gebe es noch Restarbeiten, ,,aber das wäre auch in acht Wochen wieder so gewesen", betont Habermann.
Überwältigt vom architektonischen Glanz der ehemaligen Turnhalle, die zur Aula umgebaut wurde, und von der klaren, hellen und große Leichtigkeit ausstrahlenden Innenarchitektur der Flure und Räume, zeigten sich die Besucher beim Rundgang. Die Handschrift der Architekten Jürgen Habermann und Mandy Handrow ist klar erkennbar: gestalterische Überhöhung des Neuen und Betonung des Alten. Dabei stand die durchgängige Funktionalität für den Schul- und Unterrichtsbetrieb im Vordergrund. Im Foyer wurde die Holzkassettendecke neu als Lichtdecke interpretiert, die Flurtiefe auf den Etagen durchgängig durch Glaselemente erlebbar gemacht. Schallschluckende akustische Elemente in den Unterrichträumen machen angenehme Gesprächslautstärke möglich. Drei miteinander vernetzte baugleiche Computerräume, durchgängige Medienanschlüsse in allen Räumen, modernste Rollo-Systeme, die Öffnung von Demo-Räumen für die naturwissenschaftlichen Fachkabinette und vieles mehr überzeugen.
Ute Weihmann von der Medien GmbH Neubrandenburg schaut stolz auf das Arbeitsergebnis. Das kann auch Gartenarchitektin Angela Schüler für den inneren Schulhof, wo die Schüler neben den Kleinsportanlagen mit einer Klettersportanlage überrascht werden. Das Konzept für die Gestaltung des großen Schulhofes im kommenden Jahr hat sie auch schon auf dem Papier.
,,Wir können uns riesig auf unsere Schule freuen", versichert Schulleiter Heise. ,,Ich möchte gleich noch mal als Schüler hier beginnen", ist Karl-Ulrich Hennicke als ehemaliger Schulleiter, der das Projekt mit angeschoben hat, ebenso vom Ergebnis begeistert wie Ulli Biesold als Lehrer und Vorsitzender der Schulkonferenz, der Jürgen Habermann ,,zu diesem tollen Ergebnis" gratuliert.
Hans-Joachim Schreiber aus Finsterwalde, der vor 62 Jahren hier eingeschult wurde, erinnert sich an dunkle eingeölte Dielen. Für Projektleiterin Angela Heymann, die ebenfalls in dem Tautgebäude zur Schule gegangen ist, bleibt noch genügend Arbeit. Der Umzug muss weiter organisiert werden. Restarbeiten sind zu koordinieren und im nächsten Jahr steht die Fertigstellung der Außenanlagen auf dem Programm. Lehrer und Schüler werden nach den Herbstferien das Gebäude in Besitz nehmen sich schnell an die neuen Bedingungen gewöhnen, ist Schulleiter Heise überzeugt, auch wenn es noch ein paar Wochen dauern wird, bis sich alles eingespielt hat.
Die Frage, was aus dem leer gezogenen Schulhaus in der Tuchmacherstraße wird, wollte noch niemand beantworten. Für die Entscheidung werde man sich Zeit nehmen und verschiedene Optionen prüfen, ließ Ciro Scherff wissen. Zunächst nutze die Volkshochschule noch einige Räume weiter.
Zum Thema: Für die Öffentlichkeit wird es im Rahmen der Tage der offenen Schultüren am 7. und 8. Januar mit Veranstaltung in der Aula und Führungen Möglichkeiten zur Besichtigung geben. Schulleiter Eberhard Heise übergab eine Urkunde vom 10. April 1984, die bei Räumungsarbeiten aufgetaucht war, an Landrat Heinrich-Jaschinski. Sie dokumentiert die Festlegung der Schule vom damaligen Rat des Kreises als Denkmal nach dem Denkmalpflegegesetz der DDR.




11.10.14 (Lausitzer Rundschau)  

Gymnasiasten erobern Sorrent und Rom

Tillman Spiegl und Erik Müller, Schüler des Jahrgangs 12 am Sängerstadt-Gymnasium Finsterwalde schreiben über ihre Klassenfahrt nach Italien: Auch in diesem Jahr fand für einen Teil der Schüler des Jahrgangs 12 des Sängerstadt-Gymnasiums Finsterwalde die jährliche Studienfahrt nach Italien – nach Sorrent und Rom - statt. 43 Schülerinnen und Schüler und die Lehrer Frau Biesold und Herrn Steinemann starteten mit großer Vorfreude und hohen Erwartungen an die einwöchige Reise.

Gymnasiasten des Sängerstadt-Gymnasiums in Finsterwalde während ihrer Italien-Reise. Foto: privat

 

Nach einer zweiundzwanzigstündigen Busfahrt kamen wir wohlbehalten in Sorrent an. Das Wetter konnte sich sehen lassen und der Ausblick, der sich uns bot, war unbeschreiblich.Wir bezogen unser Camp in Piano, einem Stadtteil von Sorrent.
Nach Spaghetti zum Sattwerden und einem Strandbesuch ging es in den Stadtkern von Sorrent. Am nächsten Morgen ging es dann mit festem Schuhwerk und bei sonnigem Wetter auf zum gefährlichsten Vulkan Italiens, dem Vesuv. Vom Fuße des Vulkans gelangten wir mit unserem Guide nach einem etwa zwanzigminütigen Weg hinauf zum Krater. Nicht nur die interessanten Informationen, sondern auch der Blick in den Krater sowie auf die Stadt Neapel verschlugen uns einfach die Sprache. Anschließend folgte ein weiteres Highlight, die Kraterwanderung. Auch wenn der Weg zum höchsten Punkt des Vesuvs eine körperliche Anstrengung darstellte, waren doch die Einblicke und der Einstieg in die Tiefen des Vulkans prägende Erlebnisse.
Am Nachmittag stand die Besichtigung der um 79 nach Chr. durch den Ausbruch des Vesuvs untergegangenen Stadt Pompeji auf dem Programm. In einer knapp zweistündigen Tour quer durch die antike Stadt wurde uns das Leben und der historische Hintergrund nähergebracht. Am nächsten Morgen ging es zu den am Strand von Piano liegenden Schnellbooten, denn unser Ziel war die Insel Capri, die wir nach einer schnellen und tollen Überfahrt erkundeten. Der Tag auf Capri endete mit einer Inselumrundung mit den Schnellbooten, dem Besuch der berühmten "Blauen Grotte" und einem Bad im Meer. Mittwoch machten wir uns auf in die etwa vier Stunden entfernte Hauptstadt Rom, die wir abends mit einer Stadtrundfahrt schon einmal kennenlernten.
Am nächsten Tag, dem vorletzten unserer Reise, besuchten wir gemeinsam die "Vatikanischen Museen" und den Petersdoms. Im Anschluss hatten wir viel Zeit zur Verfügung, um Rom zu erkunden und eigene Eindrücke zu sammeln.
Der letzte Tag unserer Studienfahrt führte uns noch einmal in die Innenstadt, um das Kolosseum und das Forum Romanum zu besichtigen.




10.10.14 (Lausitzer Rundschau)  

Schüler werden Fairplay-Botschafter

Nach dem Erfolg in diesem Jahr soll es auch 2015 ein großes Fußballturnier der "Sparkassen Fairplay-Soccer-Tour" in Finsterwalde geben. In Vorbereitung hierauf war Renè Tretschok in dieser Woche zu Besuch am Sängerstadt Gymnasium. Mit einem Team der Deutschen Soccer-Liga hat der ehemalige Profikicker zwölf fußballbegeisterte Schüler zu Fairplay-Botschaftern ausgebildet.

Botschafter für Fairplay: Renè Tretschok (M.) umringt von Schülern des Sängerstadt Gymnasiums.

 

Acht Uhr morgens im Sängerstadt-Gymnasium Finsterwalde. Statt Biologie und Deutsch steht für Lara, Anna, Jonas und acht ihrer Klassenkameraden "Fairplay" auf dem Stundenplan. In einem Workshop tauschen sich die Schüler mit Referenten der Deutschen Soccer-Liga darüber aus, was es bedeutet "fair" zu handeln. "Ziel ist, dass sich die Jugendlichen öffnen, ihr Verhalten reflektieren und gemeinsam nach Lösungsansätzen für verschiedene Konfliktsituationen suchen", erläutert Renè Tretschok die Projektidee. Toleranz und Respekt Bei seiner Arbeit im Nachwuchsbereich, unter anderem bei den U20 Junioren von Herta BSC Berlin, hat der ehemalige Bundesliga-Profi erfahren: Fair zu spielen gilt es nicht nur auf dem Fußballplatz. Respekt und Toleranz sind auch abseits des Spielfelds Basis für Freundschaften und ein gewaltfreies Miteinander. Neben einer eigenen Fußballschule engagiert sich Renè Tretschok seit Jahren in der Deutschen Soccer-Liga, dem Ausrichter des größten Straßen-Fußball-Projektes in der Bundesrepublik. Im Frühjahr machte die "Sparkassen Fairplay-Soccer-Tour" erstmals Station in Finsterwalde. Über 300 Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren kämpften Anfang April um den Einzug ins Finale der brandenburgischen Straßen-Fußball-Meisterschaft. Getrennt nach Altersklassen und in Mädchen- und Jungenteams werden bei der Soccer-Tour auf Kleinfeld je zwei Halbzeiten zu je drei Minuten gespielt. Freude am Spiel "Bei den Turnieren geht es nicht ums Gewinnen", betont Renè Tretschok. Die Freude am Fußballspielen, abseits von Leistungsdruck sei wichtiger. "Neben den Punkten für Sieg und Unentschieden erhalten die Teams Punkte für Fairplay. Nach den Spielen finden kurze Auswertungsgespräche statt und die fairste Mannschaft erhält einen Pokal", erklärt der Vater zweier Teenager die Regeln. In diesem Jahr konnten sich die Finsterwalder Triple Girls für das Bundesfinale qualifizieren. In Prora, auf der Ostseeinsel Rügen, haben es die Spielerinnen zwar nicht aufs Siegertreppchen geschafft. Aber ihre faire Spielweise konnte überzeugen und so wurden die Drei in ihrer Altersklasse Ü18 mit einem großen Fair-Play-Pokal geehrt. Fairness und Mediation "Es geht insgesamt um Fairness und die Thematik, was ist fair – was ungerecht, wie kann man einen Streit schlichten?", berichtet Laura Nowicki aus dem Workshop. Seit Jahren spielt die Zehntklässlerin Handball. "Da habe ich schon mehrmals erlebt, wie sich Trainer und Spieler um Entscheidungen des Schiris streiten. In solchen Situationen sollte man ruhig bleiben, das Gespräch mit den Beteiligten suchen und nach ihrer Motivation fragen", hat Laura gelernt. Sascha Hille kickt seit acht Jahren bei der Spielervereinigung Finsterwalde. Eigentlich wollten er und seine Freunde bei der nächsten Fairplay-Soccer-Tour als Team antreten. "Doch dann hat unser Sportlehrer darauf hingewiesen, dass noch Schiris gesucht werden", so der 14-Jährige. Dass sie bei dem Workshop auf einen Champions-League-Sieger treffen, war den Jungs nicht bewusst. 1996 holte Renè Tretschok mit Borussia Dortmund den Uefa-Pokal. Da waren Laura und Jonas noch nicht geboren. Auch Leichtathletin Anna Rohn nimmt Einiges aus dem Workshop mit: "Durch verschiedene Spiele haben wir gelernt, im Team zu arbeiten und uns gegenseitig zu unterstützen." Als Team werden die zukünftigen Fairplay-Botschafter auch bei der "Sparkassen Fairplay-Soccer-Tour" 2015 auftreten. Wenn das Turnier am 1. Juli in der Turnhalle des Sängerstadt-Gymnasiums startet, werden Anna und ihre Freunde den Referees zur Seite stehen und die Auswertungsgespräche mit den Fußballern führen. Dass die Partien nie ganz ohne Rangeleien verlaufen können, dessen ist sich Renè Tretschok bewusst. "Fußball ist Emotion", sagt der Potsdamer. Und dann fügt der Botschafter für Fairplay abschließend hinzu: "Wichtiger ist, dass sich die Kinder und Jugendlichen vor und nach dem Spiel die Hand geben, sich respektieren und lernen, auch mal verlieren zu können."




24.09.14 (Lausitzer Rundschau)  

Schülerinnen und Schüler machen in Land und Bund von sich reden

Einer schönen Tradition folgend, konnten sich Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrerinnen und Lehrer auch zu Beginn dieses Schuljahres über ein Extra-Lob des Landrates freuen. Am Montagabend nahmen sie es vor dem Kreistag Elbe-Elster für ihre besonderen Leistungen bei Bundes- und Landesausscheiden entgegen.

Zum Erinnerungsfoto formierten sich erfolgreiche Vertreter aus Elbe-Elster bei Landes- und Bundesausscheiden im vorigen Schuljahr.

 

Glückwünsche erhielten: Bundeswettbewerb Fremdsprachen – Gruppe, Englisch: Alexandar Scupin, Anna-Lea Löser, Charlotte Pomplun, Klara Weber, Nikola Radlach-Barnack, Dorkas Höhne, Felix Gierach, Nicklas Birkfeld mit Lehrerin Susanne Schlosshauer (Sängerstadt-Gymnasium Finsterwalde); Bundeswettbewerb Fremdsprachen – Solo, Englisch: Insa-Marie Weichert, Minh Anh Bui, Alina Sach, Kristina Raticova, Nadja Junghardt; Solo, Russisch: Johanna Wegert (alle Sängerstadt-Gymnasium); Sarah Becker, Felix Fränkel, Kathleen Wolf mit Lehrerin Carola Giesche (alle Philipp-Melanchthon-Gymnasium Herzberg); Landesolympiade Russisch – Solo: Johanna Wegert, Tina Hänsch, Lena Hartmann (alle Sängerstadt-Gymnasium); Landesolympiade Mathematik – 3. Platz, Julian Berger (Philipp-Melanchthon-Gymnasium Herzberg); Landesfinale Beachvolleyball – Johannes Mönnich, Maria Andrä, Kathleen Ulrich, Pauline Kühnberg, Jonas Meier, Julius Meier, Tobias Burkhardt, Melanie Rau und Lehrer Matthias Petzoldt; Bundespreisträger "Jugend musiziert" – Leon Henze, Tina Tepper, Markus Uschner, Tanja Tepper, Friedrich Körner, Lars Flechsig, Jannik Zimmermann, Hannes Schmidt, Cornelius Pilz.




02.07.14 (Lausitzer Rundschau)  

Mit einem 1,0er Abi ziehen nun fünf in die Welt Sängerstadt-Gymnasium verabschiedet Abiturienten

"RockABIlly – wir gehen ab!" – unter diesem Motto feierten am Freitag 77 Abiturientinnen und Abiturienten des Finsterwalder Sängerstadt-Gymnasiums mit ihren Eltern, Freunden und Lehrern ausgelassen ihre bestandene Reifeprüfung nach zwölf Schuljahren. Während der stimmungsvollen Feierstunde ließen es sich der Finsterwalder Bürgermeister Jörg Gampe und Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (beide CDU) nicht nehmen, den Abiturienten ihre Glückwünsche auszusprechen.

Die besten Abiturientinnen und Abiturienten des Sängerstadt-Gymnasiums 2014: Toni Blümel, Lisa Sophie Grzeschuchna, Björn Kauer, Lea Oussalah und Robin Sasse (von links).

 

"Die Welt wartet auf euch!", machte Jörg Gampe ihnen Mut, obwohl keinem der Lebensschlüssel auf einem Silbertablett serviert werde, ergänzte der Landrat und verwies darauf, dass es besser sei, auch mal die Schlangenlinien des Lebens zu erkunden und nicht nur die geraden Wege zu beschreiten.
Schulleiter Eberhard Heise machte in seiner Rede deutlich, dass es für die jungen Menschen in Zukunft nicht nur auf den Notendurchschnitt ankomme. "Entscheidend ist Ihre Lebenseinstellung und Zuversicht, wenn Sie sich Glück, Zufriedenheit und auch Erfolg für die Zukunft erhoffen", betonte er und erörterte die deutlich besseren Chancen der Optimisten auf dieser Welt. Eine besondere Ehrung mit einer Anerkennungsurkunde der Bildungsministerin des Landes Brandenburg wurde Lisa Sophie Grzeschuchna, Lea Oussalah, Toni Blümel, Robin Sasse und Björn Kauer zuteil – sie wollen mit dem Traumergebnis von 1,0 auf ihrem Abiturzeugnis die Welt erobern.
Insgesamt haben immerhin 15 Schülerinnen und Schüler des 2014er Jahrgangs einen Abiturdurchschnitt von 1,5 und besser auf ihrem Zeugnis stehen. Für ihr mathematisch-naturwissenschaftliches und technisches Engagement konnten neben Björn Kauer auch Florian Große, Toni Blümel, Marie Eisbrenner und Kai Warsönke besondere Ehrungen in Empfang nehmen. Auf liebevolle und mitunter lustige Weise bedankten sich die Abiturientinnen und Abiturienten bei ihren Tutoren mit kleinen und größeren Überraschungen für die Begleitung in den vergangenen Jahren. Kirsten Reinke und Toni Schmeida ließen dann in ihrer Dankesrede die Jahre am Sängerstadt-Gymnasium noch einmal Revue passieren und ernteten dafür neben einigem Schmunzeln auch gehörig Beifall.

Ulli Biesold




27.06.14 (Lausitzer Rundschau)  

Schüler der Sängerstadt führen Kunst-Gespräche über'n Gartenzaun Projekt der Gymnasiasten im Atelier von Rosemarie Böhmchen in Finsterwalde

Zur Ausstellungseröffnung ,,Kleingärten als Gemeinschaft und Abgrenzung" hatten dieser Tage der Kunstkurs der Klassenstufe 11 am Sängerstadt-Gymnasium und die Finsterwalder Künstlerin Rosemarie Böhmchen ins Atelier Rosa eingeladen. Das vom Kreiskulturamt geförderte Kunstprojekt reiht sich mit dem Thema Grenzziehungen in die 1. Brandenburger Landesausstellung ein.

 

Kunstlehrerin Petra Schober und ihre Schüler waren schnell begeistert gewesen von dem Projekt, das Rosemarie Böhmchen initiierte. Zur Vernissage verdeutlichte sie Abgrenzungsmechanismen und Grenzüberschreitungen. In der BASF-Galerie Schwarzheide ist sie mit Fotos an der Ausstellung ,,Grenzbegegnungen" beteiligt. "Allerdings", so Isabell Zoch in der Laudatio zur Vernissage, "mussten wir uns erst gedanklich damit auseinandersetzen, was das Thema Grenze mit Kleingärten zu tun hat."
Wie intensiv und engagiert die Sängerstadt-Gymnasiasten das getan haben, beweisen die Ausstellungsergebnisse und das entstandene Filmprojekt. Durch Befragungen und in Gesprächen mit Kleingärtnern haben sich die jungen Leute immer mehr dem Thema genähert und vielfältige Ideen zur künstlerischen Umsetzung geboren. Das Filmteam mit Sebastian Grimm, Christine Fritzsche, Celina Unkenstein und Alina Langhammer hat in wochenlanger Arbeit einen tollen Film produziert. Er nähert sich den Grenzziehungen durch Gartenzäune und der zunehmenden Individualisierung ebenso wie dem Kleingarten als Stifter für Gemeinschaft. Besonders interessierte die Schüler, warum Kleingärten und junge Leute heute nicht so recht zusammenpassen.
In Gruppen- und Einzelarbeit sind interessante Collagen, Fotostrecken, Installationen, Malereien und Zeichnungen entstanden. Gärten hinterm Eingangstor versteckt hat Julian Kaltschmidt vergleichend in verschiedenen Jahreszeiten dokumentiert. Jennifer Hinz hat eine stilisierte Gartenlandschaft auf ihr Bild gebracht. Eine Zeichnung stellt die durch den Gartenzaun getrennte Liebe symbolisch dar. Und in Fotocollagen wird der Gartenzwerg als verbindendes Kleingärtnerelement ironisch ins Bild gerückt.
Im Garten des Ateliers zieht die Fenster-Sommerblumen-Installation von Franziska Schneider, Saskia Böser, Leonie Friedrich, Lena Voigt und Franziska Fischl Blicke an. . Die Ausstellung und der Film sowie Arbeiten von Rosemarie Böhmchen können nach terminlicher Vorabsprache im Atelier Rosa Am Wasserturm 6 betrachtet werden.

Jürgen Weser





21.06.14 (Lausitzer Rundschau)  

Erst Einweihung, dann Umzug
Schulbetrieb im sanierten Sängerstadt-Gymnasium startet erst nach den Herbstferien

Ihr saniertes Schulgebäude in der Straße der Jugend können die Sängerstadt-Gymnasiasten erst nach den Herbstferien im praktischen Schulalltag in Besitz nehmen. Die Übergabe durch die Bauleute soll jedoch am ersten Tag des neuen Schuljahres erfolgen.

 

Das Versprechen werde gehalten, dass die Sanierung des Tautschen Schulbaus in der Straße der Jugend bis zum neuen Schuljahr abgeschlossen wird. Das versichert der Amtsleiter Gebäudemanagement des Landkreises Elbe-Elster, Ciro Scherff. Es sei vorgesehen, dass die Einweihung des sanierten Schulgebäudes am ersten Schultag nach den Sommerferien erfolgen soll. Doch das ist nicht gleichbedeutend mit einer Aufnahme des Schulbetriebes. Denn zwischen der Übergabe durch die Bauleute an den Landkreis und dem tatsächlichen Schulalltag liegt der Umzug.
In Abstimmung mit der Schule habe man es als sinnvoll erachtet, wenn sich die Schule den Umzug zwischen den Sommer- und Herbstferien weitestgehend selbst organisieren kann, so Ciro Scherff.
Schulleiter Eberhard Heise ist erleichtert: "Ich bin froh, dass so entschieden wurde. So kann der Umzug in Ruhe ablaufen. Das geschieht ja parallel zum Schulbetrieb. Und der hat natürlich Vorrang." Die Ferien seien nicht nur für die Schüler, sondern auch für die Lehrer unterrichtsfreie Zeit. Doch von Ruhe des Umziehens auszugehen, ist sicher relativ. Lehrer und Schüler haben noch in bester Erinnerung, was ein Umzug und das Leerräumen eines Schulhauses bedeuten, als sie sich in ihrer Übergangssituation mit dem Unterricht im Gebäude in der Tuchmacherstraße, in der Inneren und zusätzlich in Räumen der Förderschule einzurichten hatten. Deshalb war es aus Sicht des Schulleiters wichtig, dass bei der Rückkehr nichts überhastet wird. "Ich sehe das jetzt ganz entspannt. Wir sind alle in Habtachtstellung, freuen uns auf die Übergabe des Schulhauses und nach den Herbstferien auf den Schulalltag dort", sagt Eberhard Heise. Ein besonderer Gewinn sei die neue Ausstattung, vor allem bei den Medien. Interaktive Tafeln, Beamer und Computertechnik gehören dazu. Doch auch auf neue, helle Klassenräume und sanierte Toiletten freue man sich schon sehr.
Zur Erinnerung: Der offizielle Baustart für die Komplettsanierung des vom avantgardistischen Architekten Max Taut entworfenen Schulgebäudes in der Straße der Jugend erfolgte am 20. März 2013. Auf Druck der Abgeordneten des Kreistages waren die vom Architekten errechneten Baukosten unter die 5-Millionen-Euro-Grenze heruntergedrückt worden. Aktuell liegen sie bei 5,4 Millionen Euro.

Gabi Böttcher




03.03.14 (Lausitzer Rundschau)  

Finsterwalder Schüler gewinnen europaweiten Filmwettbewerb zum Thema Heimat

Fünf Gymnasiasten haben sich gegen die Konkurrenz aus Italien, Spanien und Estland durchgesetzt / Die Gewinner fliegen zur Auszeichnungsfeier nach Litauen

Hannes Schmidt, Jasmin Philipp, Clara Richter und Sebastian Grimm (v.l.) drehten den Film. Foto: Iho


Mehr als 2200-mal wurde der Film "Der ewige Kreislauf / The eternal cycle" auf der Videoplattform Youtube schon angesehen. Auf Facebook haben mehr als 700 Menschen angeklickt, dass ihnen der Film gefällt, den die Schüler des Finsterwalder Sängerstadt-Gymnasiums gedreht haben. Durch die große Resonanz des Publikums hat der Film den Wettbewerb des Europäischen Netzwerks für ländliche Entwicklung (ERND) gewonnen.
Das Film-Team, bestehend aus den Schülern Sebastian Grimm, Julia Gröger, Jasmin Philipp, Clara Richter und Hannes Schmidt, hat sich im Geografiekurs des Gymnasiums gefunden. Den Vorschlag zur Teilnahme am Wettbewerb machte ihnen der Lehrer Holger Steinemann. Danach musste dann alles ganz schnell gehen. "Im Januar wurde uns das Projekt vorgestellt und schon im Februar war dann der Einsendeschluss für den Wettbewerb", erzählt Hannes Schmidt. Etwa vier Wochen hätten die Schüler Zeit gehabt, um ihr Projekt umzusetzen.
Im fertigen Film sitzt ein Mädchen aus Finsterwalde mit einer aus Berlin angereisten Freundin am Küchentisch. Die Finsterwalderin, gespielt von Jasmin Philipp, erklärt ihrem Gast, gespielt von Clara Richter, welche Möglichkeiten Jugendliche in der Region haben, um ihre Freizeit zu verbringen und warum immer weniger junge Menschen in der Region leben. Sie würden zum Arbeiten oder Studieren wegziehen und erst später, wenn sie selbst Kinder hätten, zurück in ihre Heimat kommen, so die Erklärung im Film. Dies bezeichnet die Gruppe als den "ewigen Kreislauf", nachdem der Film benannt ist.
Nicht die Meinung einer Jury, sondern die meisten Rückmeldungen vom Filmpublikum waren für den Sieg entscheidend. Daher hat die Schülergruppe ihren Film offensiv beworben. "Wir haben 800 Zettel kopiert und verteilt. Außerdem den Beitrag bei Facebook gepostet", erzählt Sebastian Grimm. Durch die Unterstützung des Publikums konnten die 16- und 17-jährigen Finsterwalder Schüler sich gegen acht Konkurrenzfilme, die ebenfalls zum Thema Leben im ländlichen Raum entstanden, durchsetzen.
Jasmin Philipp und Hannes Schmidt reisen als Vertreter der Gruppe nach Vilnius in Litauen, um an der Auszeichnungsfeier persönlich teilzunehmen. "Montag um halb acht geht unser Flug", erzählt Hannes Schmidt. Neben der Preisverleihung soll es für die Jugendlichen auch Workshops zum Thema Medien geben. Am Mittwoch treten die beiden dann auf ihre Rückreise mit Preis im Gepäck nach Finsterwalde an.

Zum Thema: Den Gewinnerfilm kann man sich im Internet ansehen. Auf Youtube ist er unter dem Link: www.youtube.com/watch?v=mMhSBU6bhAE zu finden. Wer den Film so nicht findet, kann auch nach dem Nutzer Sebastian Grimm suchen. Er hat den Titel "The eternal Cycle" in seiner Videoliste. Die anderen Wettbewerbsfilme sind auf der Facebookseite des Veranstalters zu finden unter: www.facebook.com/pages/European-Network-for-Rural-Development-ENRD/388192661294192




15.02.14 (Lausitzer Rundschau)  

Sängerstadt-Gymnasiasten sind wieder die besten Börsianer

Am Planspiel Börse der Sparkasse Elbe-Elster beteiligten sich 25 Schulmannschaften / Das Fazit

Am Planspiel Börse beteiligten sich von Oktober bis Dezember 2013 im Elbe-Elster-Kreis 25 Teams aus insgesamt acht weiterführenden und berufsbildenden Schulen des Landkreises.
Finsterwalde. Das Sängerstadt-Gymnasium Finsterwalde konnte den Sieg aus dem Vorjahr mit neuer Mannschaft wiederholen. Bei der Auswertungsveranstaltung für die drei besten Teams machte Maximilian Döring als Mentor der Elbe-Elster-Sparkasse für den Wettbewerb deutlich, wie gut sich die Schulmannschaften in die Börsenabläufe eingefuchst hatten. ,,Dabei geht es uns darum zu vermitteln, dass die Börse kein Teufelszeug zum Zocken ist, sondern sinnvolles Instrument beim verantwortungsvollen wirtschaftlichen Agieren von Unternehmen und Privatpersonen sein kann", betonte er. Die 25 Mannschaften des Kreises kamen von vier Gymnasien, drei Oberschulen und dem OSZ in Finsterwalde.
Vorzüglich gelungen ist das mit Platz 2 dem Team ,,0815 Böese" von der Oberschule Massen mit ihrem Lehrer Jens Voigtländer und den ,Superspaßsozialpädagogen" vom Oberstufenzentrum in Finsterwalde, die bei der ersten Teilnahme auf Platz 3 landeten, wie sich Fachlehrerin Andrea Koppen freute. Am sichersten auf dem Börsenparkett bewegte sich jedoch das Team ,,5 Engel für Kniebär" vom Finsterwalder Sängerstadt-Gymnasium. Max Lehmann, Willi Vogel, Julia Warsönke, Mareike Gütte und Deésirée Bünemann konnten mit ihren fiktiven Aktienkäufen bei Amazon, SAP und Adidas die höchsten Zuwächse erzielen. ,,Sie haben sich strategisch sehr klug verhalten", lobte Maximilian Döring. Dabei haben sie auch von den Tipps ihres Fachlehrers Gerald Knieper profitiert, der seine Mannschaften schon in den beiden letzten Jahren auf Platz 1 und 2 im Elbe-Elster-Kreis führen konnte. Immerhin gehörte das Team zu den besten knapp vier Prozent der insgesamt 34 127 Schulmannschaften in Deutschland.
Anerkennung zollte Sparkassenvorstand Jürgen Riecke bei der Urkunden- und Preisübergabe. ,,Ihr seid schon richtige Wertpapierspezialisten." Die von der Sparkasse in die drei Siegerteams investierten 10 000 Euro sieht er gut angelegt. ,,Förderung von Schülern und Spaß machen auf eine Karriere ist uns gelungen", schmunzelte Jürgen Riecke im Gespräch mit den jungen Leuten. Die Sängerstadt-Gymnasiasten wissen schon, wie sie die insgesamt 5000 Euro Gewinnsumme für Schule und Klassenkasse anlegen wollen. An einen neuen 3-D-Drucker ist ebenso gedacht wie ein neues Schlagzeug für die Schule und Fahrten zu wissenschaftlichen Veranstaltungen. Im Anschluss an die Siegerehrung durften die Nachwuchsbörsianer im Finsterwalder Brauhaus beim Belegen ihrer Pizzen kreativ sein. Die schmeckten dann besonders gut.
Maximilian Döring, der schnell den Draht zu den jungen Leuten fand, macht schon mal klar: "Auch in diesem Jahr wird es wieder das Planspiel Börse geben. Und die Sparkasse Elbe-Elster wird sich erneut nicht lumpen lassen, und attraktive Geldmittel ausloben, die später den Schulen zugutekommen sollen." Sein Tipp: Sich jetzt schon mit dem Planspiel beschäftigen!

Jürgen Weser





24.01.14 (Lausitzer Rundschau)  

Lehrer in die eigene Schulgeschichte eingetaucht

Schau 100 Jahre vom Taut-Bau bis zum Sängerstadt-Gymnasium

(Olaf Weber erklärt die Entstehung der Max-Taut-Schule.)

Die im Oktober eröffnete Sonderausstellung ,,Hans gefällt es hier sehr gut" zur Schulgeschichte der 1913 eingeweihten Finsterwalder Knabenschule und der Nehesdorfer Schule ist noch bis zum ersten Märzwochenende zu sehen. Gern nutzen Schulen die Geschichte des Max-Taut-Baus für interne Fortbildungen.
Dieser Tage tauchten die Lehrer des Finsterwalder Sängerstadt-Gymnasiums in die Geschichte des Baus ein. Museumsleiter Dr. Rainer Ernst und Museologe Olaf Weber führten die Lehrer in den Ausstellungsräumen durch einhundert Jahre Schulgeschichte von der Knaben- über Reformschule, Lazarett- und Nachkriegszeit, Polytechnischen Oberschule, Korczak-Gymnasium bis hin zur gegenwärtigen Sanierung als Bestandteil des Sängerstadt-Campus. Zahlreiches historisches Bildmaterial, Erlebnisberichte und Zeittafeln sowie Unterrichtsmaterialien aus einhundert Jahren locken in die Ausstellung.
Interessiert lauschten die Lehrer den Ausführungen zum Bau- und Gründungsbschluss der Schule 1913, gab es doch wie heute Diskussionen zur Großzügigkeit und Finanzierbarkeit der Einrichtung. ,,Zum Glück haben sich die Finsterwalder Abgeordneten damals für eine großzügige Variante entschieden, sodass der Bau des jungen Finsterwalder Architekten Taut noch heute die Basis für ein modernes Schulgebäude bietet", konstatierte Dr. Ernst. Zum kommenden Schuljahr soll nach der Sanierung zum Beispiel mit der Rückführung der Turnhalle zur ursprünglichen Aula mit den Mädchen und Jungen des Sängerstadt-Gymnasiums wieder schulischer Trubel einziehen. Eifrig geblättert wurde in der zur Ausstellung erschienenen umfangreichen und repräsentativen Publikation zur Finsterwalder Schulgeschichte.

(Die Lehrer Frank Schreiber (l.) und Holger Steinemann erinnern sich an alte Schulbänke.)

Dr. Rainer Ernst und Olaf Weber warben für das Kreismuseum als idealen Lernort, um regionalgeschichtlichen Ereignissen nachgehen und große weltpolitische Ereignisse auf die regionale Historie herunterbrechen zu können. ,,Alle Ausstellungen bieten Ansatzpunkte für den Unterricht", so auch die ständige Ausstellung zur Chorgeschichte. Besuche und Führungen für Schulklassen sind kostenlos, für Studienaufträge steht eine umfangreiche Bibliothek samt lückenloser Ausgaben der lokalen Tagespresse von 1898 bis 1939 und ab 1952 zur Verfügung.
Demnächst werden interessierte Lehrer mit einem Gesamtinhaltsverzeichnis der bisher erschienenen 15 ,,Speicher"-Hefte zur Regionalgeschichte versorgt. Am 27. Februar gibt es als Begleitveranstaltung zur Ausstellung einen Vortrag der Biografin Dr. Unda Hörner zu Leben und Werk von Max Taut. Im Rahmen der 1. Brandenburgischen Landesausstellung wird das Sänger- & Kaufmannsmuseum eine Korrespondenzausstellung über den Kirchenmusiker und Schriftsteller Paul Gerhardt gestalten.

Jürgen Weser





23.01.14 (Lausitzer Rundschau)  

Sängerstadt-Gymnasiasten helfen Kindern

Spendenaktionen für Indonesien und Katastrophenopfer auf Philippinen / 1000 Euro auf Unicef-Konto überwiesen

(Lars Winzer, Nicole Lodig, Eric Schulz und Vanessa von Wiedner (von links) warben beim Tag der offenen Tür gemeinsam mit Fachlehrer Holger Steinemann und dem Vorsitzenden Mike Alsdorf für den Verein Kinderhilfe Indonesien.)

Mädchen und Jungen der 8d wollen vor allem den Kindern auf den Philippinen helfen, nachdem sie von den verheerenden Folgen des Taifuns erfahren hatten. Die Idee zu der Katastrophenhilfe wurde in der Schülerkonferenz des Sängerstadt-Gymnasiums geboren und rief eine Spendenaktion an der Schule mit Waffelbasar und verschiedenen Sammelaktionen ins Leben. Besonders die 8d mit Schülern und Eltern und die 10a legten sich ins Zeug.
Jetzt konnte die stolze Gesamtsumme von 1000 Euro auf das Unicef-Konto überwiesen werden. Betroffen zeigten sich viele Schüler davon, unter welchen schlimmen Bedingungen Kinder auf den Philippinen leben und lernen müssen und um ihr kleines bisschen Lebensglück kämpfen. Die Geografie-Kurse des Sängerstadt-Gymnasiums beschäftigten sich als Unterrichtsprojekt intensiv mit Indonesien. Neben den geografischen Besonderheiten waren auch die Lebensbedingungen und Entwicklungschancen für die Kinder Indonesiens Themen in einzelnen Projektgruppen.
Fachlehrer Holger Steinemann stellte den Kontakt zu Mike Alsdorf, dem Vorsitzenden der seit 2000 existierenden Kinderhilfe. in Elsterwerda her. Gemeinsam wurden im Unterricht Problemkreise wie die Lern- und hygienischen Bedingungen thematisiert. Schnell entstand der Wunsch, zu helfen. Neben finanzieller Unterstützung über Sponsoren, welche die Schüler ins Boot geholt hatten, starteten die Geografie-Kurse beim Tag der offenen Tür im Januar eine Hilfsaktion durch den Verkauf von Info-Karten und Kuchenbasar.
Den Besuchern erläuterten zum Beispiel Lars Winzer, Nicole Lodig, Eric Schulz, Vanessa von Wiedner und Conrad Liessell die Ergebnisse ihrer Projektarbeiten und stellten in Wort und Bild anschaulich die Situation in Indonesien besonders für Kindereinrichtungen dar. Die Aktion wurde auch von Kunstkursen unterstützt.
Insgesamt konnten die Schüler für die Indonesien-Kinderhilfe 500 Euro Spendengeld vom Tag der offenen Tür an Mike Alsdorf überreichen. Über Sponsoren und weitere Aktionen wollen die Schüler weiter am Ball bleiben und auch für persönliche Patenschaften werben. Mike Alsdorf ist vom Engagement der Schüler begeistert. Alle Hilfsgelder, versichert er, werden persönlich vor Ort für konkrete Maßnahmen übergeben.

Jürgen Weser





14.01.14 (Lausitzer Rundschau)  

Jede Menge Arbeit für die Schülerlotsen

Am Tag der offenen Türen am Sängerstadt-Gymnasium lockt zahlreiche Besucher / 472 Euro für Philippinen-Opferhilfe

Besonders Schüler und Eltern der jetzigen 6. Klassen haben sich am Sonnabend wissbegierig in den Räumen des Finsterwalder Sängerstadt-Gymnasiums umgeschaut. Am Tag der offenen Tür präsentierte sich die Schule mit unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Angeboten in den beiden Campusgebäuden.
Die gegenwärtige Sanierung des dritten Schulgebäudes in der Straße der Jugend soll bis zum Beginn des kommenden Schuljahres abgeschlossen sein.
Mehr als siebenhundert Schüler werden am Finsterwalder Sängerstadt-Gymnasium derzeit von 57 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. Über großen Besucherandrang freuten sich auch die zahlreichen Schülerlotsen und -helfer in den einzelnen Fachbereichen, wie die Siebtklässler Leonardo von Wichert und Tim Schädlich. Sie führten Paul Schober und Tom Dierks von der Grundschule Nord Finsterwalde mit ihren Eltern durch die Räume und erklärten ihnen überzeugend, warum sie sich hier wohl fühlen und das Sängerstadt-Gymnasium genau die richtige Schule für die beiden Freunde ist. Auch Juliane Kunze von der Kirchhainer Berg-Grundschule und Lara Staffehl von der Grundschule Nehesdorf sind sicher, ,,dass wir uns hier bewerben wollen".
Viel zu sehen, zu erfahren und auszuprobieren gab es beim erlebnisreichen Informationstag mit buntem Treiben in allen Fachbereichen für die Besucher aus dem gesamten Elbe-Elster-Kreis und dem OSL-Kreis. Moderne Unterrichtsräume im Campus-Gebäude sowie Besonderheiten aller Fachbereiche, Projektarbeiten und kreative Kunstprodukte im Deutsch-, Kunst- und Musikbereich verleiteten zum Staunen. Der spannende Versuch mit Zwölftklässlerin Lisa Barthel im Technikbereich, das Ausprobieren des Soma-Würfels im Mathebereich und erste russische Schreibversuche gehörten genauso dazu wie die Anleitung zum künstlerischen Gestalten durch Lisa Grzeschuchna und Tobias Wieczorek und das Singen unter Regie der Musiklehreinnen Petra Thiemig und Doris Sailer. Erik Schulz und Lars Winzer vom LK Geographie machten mit dem Hilfsprojekt Indonesien bekannt, für das sie allein am Sonnabend 472 Euro Reinerlös erwirtschaften konnten. Schon im Dezember wurden von Schülern aller Klassenstufen 1000 Euro für die Philippinen-Opferhilfe gesammelt.
Ergebnisse von Schulwettbewerben bis auf Bundes- und Landesebene und Projektarbeiten demonstrierten die Leistungsstärke des Sängerstadt-Gymnasiums. Zum vielfältigen Angebot gehören die vorgestellten Klassen- und Kursfahrtangebote, Möglichkeiten zum Schüleraustausch, Ganztagsangebote von Hausaufgabenarbeit bis zu musischen und naturwissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaften. Seit 2007 halten aufwändig gestaltete Jahrgangsbücher die Arbeit der Schule fest und die attraktiv gestaltete Schulhomepage sorgt ebenfalls als Schüler-AG für aktuelle Öffentlichkeitsarbeit. Auch die Arbeit der Leistungs- und Begabungsklassen ab dem 5. Schuljahr am Sängerstadt-Gymnasium fand großes Interesse. Die Bewerbungen für das kommende Schuljahr sind angelaufen.

Jürgen Weser





08.01.14 (Lausitzer Rundschau)  

Sängerstadt-Gymnasium wirbt für kommendes Schuljahr

Aktivitäten am 11. Januar in Finsterwalde beim Tag der offenen Schultüren und Infos zur Rekonstruktion

Seine umfangreiche unterrichtliche und außerunterrichtliche Angebotspalette stellt am kommenden Sonnabend das Finsterwalder Sängerstadt-Gymnasium beim Tag der offenen Tür im Campusgelände vor. Geöffnet sind von 9 bis 13 Uhr das Haus I in der Tuchmacherstraße (Neubau) und das rekonstruierte Haus III (ehemals Innere) in der Straße der Jugend.
Mädchen und Jungen der jetzigen 6. Klassen aus dem Elbe-Elster-Kreis und darüber hinaus erhalten Entscheidungshilfen für den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium. Schüler, Lehrer und Elternvertreter des Sängerstadt-Gymnasiums machen mit Ausbildungsmöglichkeiten an der Schule bis zum Abitur bekannt.
Schulleiter Eberhard Heise gibt um 10 Uhr im Speisesaal Haus I und 11 Uhr im Speisesaal Haus III Hinweise zu Anforderungen beim Übergang zum Gymnasium, zu Profilen der Schule, zum Aufnahmeverfahren und zur Sekundarstufe II bis zum Abitur.
Außerdem wird Heise über den Stand der Rekonstruktion des gegenwärtig frei gezogenen Taut-Gebäudes (ehemalige Korczak-Gymnasium) für das gesamte Campus-Gelände der Schule informieren, das nach Fertigstellung die materiellen und räumlichen Bedingungen für die Schule weiter verbessern wird.
Alle Unterrichtsbereiche von den Naturwissenschaften über die Gesellschaftswissenschaften bis zu den Fremdsprachen stellen sich auf informativ-spielerische Art mit Experimenten, Ausstellungen, Ergebnissen aus dem Unterricht sowie mit Projekten, Kursfahrten und Schulwettbewerben vor. Präsentieren wird sich ebenfalls die Begabtenklasse 5 (LuBK). Auch im nächsten Schuljahr wird eine solche Klasse am Sängerstadt-Gymnasium als einzige Schule im Landkreis eingerichtet.
Unterrichtsräume geben für die Schüler der neuen 7. Klasse Einblicke in das unterrichtliche und außerunterrichtliche Leben der Schule. Erreichte Ergebnisse bei Landes- und Bundeswettbewerben zeigen die Leistungsfähigkeit der Schule. Schülerlotsen werden durchs Haus führen und Schüler und Fachlehrer stehen zu Gesprächen bereit. Als weiterer Schwerpunkt wird die umfangreiche Palette der Ganztagsbetreuung für Schüler im Sekundarbereich I vorgestellt.
Kulturelle Highlights wie Musik, Ausstellungen und darstellendes Spiel erwarten die Besucher. Ihr soziales Engagement stellen Schüler mit dem ,,Kinderhilfsprojekt Indonesien" vor und werben dafür. Gastronomische Versorgung ergänzt den Tag der offenen Tür.


Jürgen Weser





16.11.13 (Lausitzer Rundschau)  

Eine, die für Geschichte brennt – und andere ansteckt

Viel Arbeit hat sie in die Erforschung der Schulgeschichte von Finsterwalde der letzten hundert Jahre gesteckt, um der Ausstellung im Finsterwalder Kreismuseum ,,Hans gefällt es hier sehr gut" und der gleichnamigen Publikation zum Erfolg zu verhelfen. Dieses Engagement ist Zwischenstation jahrelanger Bemühungen um die Regionalgeschichte.


Birgit Neidnicht mit Schülern.



,,Das eigene Leben und Umfeld in den historischen Kontext einordnen", findet Birgit Neidnicht spannend. Nach Abitur in Cottbus und Studium an der Martin-Luther-Universität Halle kommt sie als Lehrerin 1984 nach Finsterwalde. Sie unterrichtet bis 2004 an der Ernst-Schneller-Oberschule und späteren Gesamtschule. Parallel absolviert sie ein Zusatzstudium für das Fach Englisch. Ein Jahr arbeitet sie an der Realschule in Lauchhammer, bevor sie 2005 zum Janusz-Korczak-Gymnasium kommt, das 2006 mit dem Sängerstadt-Gymnasium fusioniert. Außerdem ist Birgit Neidnicht als Geschichts-Moderatorin in der Region tätig. Seit dieser Zeit setzt sie sich ganz intensiv mit der Regionalgeschichte und Finsterwalder Schulgeschichte auseinander und motiviert Schüler für verschiedene Projekte. So erforscht sie mit einer Schülergruppe die Geschichte des Max-Taut-Baus als ehemaliges Kinderheim und schiebt mit einer Ausstellung den Ausbau zum heutigen Campus für das Sängerstadt-Gymnasium mit an. ,,Hausgeschichten" entdeckt sie mit Schülern, die im Finsterwalder Stadtkalender veröffentlicht werden. Sie sorgt mit Chemie-Fachlehrerin Sylvia Freese ab 2008 am Sängerstadt-Gymnasium für die Etablierung eines ,,Tages der Wissenschaft" für die Abiturstufe. Viel Arbeit stecken beide in Vorbereitung und Organisation, gewinnen Wissenschaftler von Hochschulen und politischen Stiftungen und aus der regionalen Wirtschaft für Vorträge. Darüber hinaus präsentieren sich Schüler mit Spezialthemen als Dozenten. ,,Das war uns wichtig, Schüler über den Unterricht hinaus zu fordern, damit sie spezielle Interessen wissenschaftlich aufarbeiten und darbieten können."
Trotz der Tatsache, dass Birgit Neidnicht etliche Jahre zu den Kollegen gehört, die von Versetzungen bedroht sind, lässt sie in ihrer engagierten Arbeit nicht nach. ,,Es tat schon weh, wenn man merkt, dass Engagement nicht honoriert wird. Aber als optimistischer Mensch wollte ich mich nicht blockieren, schließlich konnten Schüler und Kollegen nicht dafür", ist Birgit Neidnicht offensiv mit der Situation umgegangen. So hat sie an mehreren Rahmenlehrplänen für Brandenburg mitgeschrieben und 2011 an einer Handreichung für Geschichtslehrer zum Thema ,,Braunkohle – Fluch und Segen der Niederlausitz".
Sie hat den bundesweiten Geschichtswettbewerb für Schüler in Brandenburg etabliert und als Multiplikator Kollegen dafür gewonnen. Stolz ist sie, dass die von ihr betreute Schülerin Theresia Maye für ihre Arbeit ,,Unvereinbarkeit von Christentum und NS-Ideologie am Beispiel des Finsterwalder Pfarrers Walter Hanschkatz und dessen Widerstand gegen die Nazis" bundesweit mit einem 3. Preis und sie selbst beim Empfang im Schloss Bellevue vom damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff als Tutorenpreisträgerin Deutschlands 2010/11 ausgezeichnet wurde. ,,Da wurden mir beim Festempfang schon die Knie weich", erinnert sie sich. Gefreut hat sich über die Auszeichnung auch der Finsterwalder Museumsleiter Dr. Rainer Ernst, pflegt Birgit Neidnicht doch eine enge Zusammenarbeit mit der Einrichtung und hat mit ihm gemeinsam Vortragsreihen organisiert. Birgit Neidnicht nahm die Auszeichnung als Ansporn für ihre weitere Arbeit zum Beispiel als Schulberater für Grundschulen im Schulamt Cottbus.


Jürgen Weser





04.11.13 (Lausitzer Rundschau)  

Eine kritische Phase auf der Baustelle

Gegenwärtig sind fünf Firmen mit etwa 30 Mitarbeitern auf der Baustelle des Sängerstadt-Gymnasiums zugange. Rohbau, Trockenbau, Elektro- und Haustechnik-Installateure geben sich die Klinke in die Hand. Gewuselt wird in allen Etagen des altehrwürdigen Gemäuers. Und dennoch muss Ciro Scherff, Amtsleiter Gebäudemanagement bei der Kreisverwaltung, von einer "kritischen Phase" sprechen.

Helmut Miethke und Wolfgang Schenke (r.) von der Elektrofirma Wohmann aus Finsterwalde stecken mittendrin in der Rohbauinstallation, das gesamte Elek tronetz am Sängerstadt-Gymnasium wird komplett erneuert.


Bei der jüngsten Bauberatung mit dem Bauherren – dem Landkreis Elbe-Elster – sei die "Wiederaufnahme des roten Fadens" Thema gewesen, nachdem es zu ersten, unvorhersehbaren Verzögerungen im Bauablauf gekommen war. Bei Abrissarbeiten seien die Bauleute auf Überraschungen gestoßen. So seien im Zuge früherer Sanierungen Holzelemente durchsägt und wieder verputzt worden. "Es war notwendig, Abfangkonstruktionen zu erstellen und die Statik neu zu berechnen", erklärt Scherff. Im aktualisierten Bauablaufplan habe man besagten roten Faden wieder so aufgenommen, dass es beim Ziel bleibe, die Sanierung zum Schuljahresstart 2014/2015 abgeschlossen zu haben. Wie sich die Verzögerungen auf die geplante Bausumme auswirken werden, kann der Amtsleiter derzeit nicht beziffern. Man arbeite daran, den Kostenrahmen einzuhalten.
"Die Ausschreibungen sind bis auf ein paar kleine wie die für die Baureinigung alle durch", erklärt der Chef des kreislichen Gebäudemanagements. Schäden, die vor wenigen Tagen nach starken Regenfällen durch einen massiven Wassereinbruch im Heizungsraum zu verzeichnen waren, seien der Versicherung gemeldet worden. In 14 Tagen soll Baumwärme anliegen. Zwei alte, überdimensionierte Heizkessel sind durch neue ersetzt worden, die Heizungsregelung ist ebenfalls modernisiert worden. Entgegen der ursprünglichen Annahme, Anfang der 90er-Jahre erneuerte Elektroleitungen belassen zu können, mussten auch hier Auswechslungen vorgenommen werden.
Auch wenn Gewerke wie die Tischler gegenwärtig noch nicht auf der Baustelle seien, bereiten sie ihren Einsatz am Sängerstadt-Gymnasium vor, erklärt Ciro Scherff. In dieser Woche stehen dem Gebäudemanager Gespräche mit Firmen ins Haus, in denen er Druck auf deren Engagement und die Einhaltung des Bauablaufplanes machen müsse. "Die Baufreiheit ist da, die Firmen müssen ihre Leute verstärken", so Scherff.
Er meint, aus der gegenwärtigen Präsenz bereits Auswirkungen von Fachkräftemangel ableiten zu können. Und wenn dann gleichzeitig mehrere Baustellen laufen, werde es eng. "Da müssen wir von Anfang an hinterher sein", so Scherff.


Jürgen Weser





26.10.13 (Lausitzer Rundschau)  

"Eine neue Schule balde . . . "

Zur Sonderausstellung ,,Hans gefällt es sehr gut – Finsterwalder Schulgeschichte(n) im Finsterwalder Kreismuseum ist ein umfängliches und historisch aufschlussreiches Begleitbuch erschienen. Die vorliegende Publikation entstand im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2013 ,,spiel und ernst – ernst und spiel. kindheit in brandenburg".

Schulleiter Eberhard Heise, EE- Kultur- und Bildungsdezernent Roland Neumann, Bürgermeister Jörg Gampe und Elbe-Elster Sparkassenvorstand Thomas Liebsch präsentieren die Neuerscheinung.


Herausgeber Dr. Rainer Ernst hat mit 21 Autoren auf 300 Seiten vor allem die einhundertjährige Geschichte des Schul- und Kinderheim-Ensembles des Architekten Max Taut und der Nehesdorfer Schule in den unterschiedlichsten Facetten beleuchtet. Mit großer Lust blätterten Besucher zur Ausstellungseröffnung in dem Band und zeigten sich begeistert von der Opulenz des Bandes, seiner Vielfältigkeit von Texten, Dokumenten, Fotos und Zeichnungen, der sorgsamen Quellenanalyse wie der Wertschätzung von Erinnerungskultur. In attraktiver Aufmachung haben ,,Die Piktografen" Steffen Kazmierczak und Jügen Vetter als Gestalter des Bandes mit Textgestaltung und dem zur Verfügung stehenden Bildmaterial das Buch zu einer Augenweide gemacht. Durch Illustrator Klaus Ensikat und Autor Peter Ensikat konnte das Buch zusätzlich aufgewertet werden. Herausgeber Dr. Rainer Ernst für das Kreismuseum freut sich, dass das Buch durch die großzügige Förderung in hervorragender Qualität auf den Markt gebracht werden konnte. Format, Einband und Layout folgen den beiden bisherigen umfangreichen Bänden ,,Im Blickwinkel" und ,,genius Loci" von Manfred Woitzik über die Finsterwalder Baugeschichte. Alle drei Bücher bilden somit eine schöne Einheit.
Der vorliegende Band fasst maßgeblich Aspekte der Finsterwalder Schulgeschichte zusammen, beleuchtet und bewertet sie aus heutiger historischer Sicht und lebt von der lebendigen Darstellung zahlreicher Beiträge. Schule von vor hundert Jahren bis in die Gegenwart taucht in der Erinnerung der Leser mit eigenen Erfahrungen auf. ,,Eine neue Schule balde – Freute sich ganz Finsterwalde" hat Dr. Ernst seinen Einführungsbeitrag überschrieben, der Finsterwalder Schulgeschichte von den Anfängen bis in die Gegenwart nachzeichnet und dabei den engen Zusammenhang von Gesellschaft, Staat und Schule deutlich macht. Gleichzeitig wird sichtbar, dass die Stadtväter fast immer die Stadt zum attraktiven Schulstandort machen wollten. Die Festrede von Bürgermeister Erwin Fritsch zur Einweihung der Knabenschule 1913 ist ebenso aufschlussreich wie die Schülererinnerungen von Hans Senftleben aus dieser Zeit. Finsterwalde wird als ,,Stadt des Schulfortschritts" wie des ,,Schulstreits" beleuchtet. Max Koswig als Mäzen wird gewürdigt wie die Bemühungen zahlreicher Pädagogen. Es gibt Schulchroniken nachzulesen, die Darstellung der Korczak-Oberschule, Interviews mit Schulleitern zur Zusammenführung der beiden Gymnasien zum jetzigen Sängerstadt-Gymnasium. Dazu die jüngste Geschichte des Schulcampus mit Ausblick von Architekt Jürgen Habermann, wie die Taut-Schule nach der Sanierung aussehen wird. Damit sich Finsterwalde wieder ,,balde" freuen kann. Ebenso spannend und interessant liest sich die von Olaf Weber dargestellte Geschichte der Nehesdorfer Schule.
Das Buch ist ein Fundus für jeden regionalgeschichtlich Interessierten, für jeden Leser, der sich erinnern möchte, für junge Leser, um den Wert der heutigen Schule besser schätzen zu lernen und es ist ein wichtiger Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte der Stadt Finsterwalde. Das Buch ist für 19,90 Euro im Finsterwalder Kreismuseum, in den Finsterwalder Buchhandlungen und beim Stadtmarketing-Verein im Rathaus zu erwerben.

Jürgen Weser





24.10.13 (Lausitzer Rundschau)  

Musikalisch-literarisches zum Jubiläum

Nach der Ausstellungseröffnung im Finsterwalder Kreismuseum ,,Hans gefällt es sehr gut – Finsterwalder Schulgeschichte(n)" beging das Sängerstadt-Gymnasium mit einem fröhlichen Programm das 100-jährige Jubiläum des Max-Taut-Schulensembles. Mit Musik, Literatur und Theater riefen sie Zeit- und Schulgeschichte in Erinnerung.


Musiktalente der Schule begeisterten mit der Moritat von Mackie Messer.

Zm Speisesaal des jetzigen Campus-Gebäudes (ehemals Innere) ließ das Bläserquartett Trumpi Quart schmissige Marschmusik aus dem Einweihungsjahr 1913 des Kinderheim- und Schulkomplexes ertönen. Dem Kaiser und Max Taut hätte es sicher ebenso gut gefallen wie dem Publikum. Mit der ,,Moritat von Mackie Messer" wurde die Weimarer Republik verabschiedet, Tanja und Tina Tepper schauten mit Klavier- und Saxophonklängen ,,In the Mood", Tim Beigel aus der Leistungs- und Begabungsklasse 5 ließ als Finsterwalder Sänger den trinkfesten Bürgermeister Koswig noch einmal auferstehen. Moderator Hannes Schmidt, der eine künftige lustvolle Vereinnahmung der sanierten Taut-Gebäude als Schulcampus durch die Sängerstadt-Gymnasiasten versicherte, führte launig in die 60er-Jahre des vorigen Jahrhunderts und dann in die Gegenwart. ,,Yesterday" erinnerte an Verbotenes in DDR-Schulen, Tyrell Pötzsch und Andrè Möbus gaben die coolen internetsüchtigen Schul-Rapper der Jetztzeit und die Arbeitsgemeinschaft Darstellendes Spiel der Jahrgangsstufe 11 erheiterte die Zuschauer mit humorvollen Beobachtungen aus ihrem Schulalltag und von misslungenen häuslichen Erziehungsmethoden, bevor die Lehrer-Singegruppe an die eigene Schulzeit erinnerte. Ein liebevoll vorbereitetes kleines Büfett der Elftklässler rundete die Veranstaltung ab.
Mit anerkennendem Interesse wurde der durch die AG Geschichte attraktiv auf Fahnen gestaltete historische Überblick zur Schulgeschichte wie die kleine Kunstausstellung wahrgenommen. Der ehemalige Finsterwalder Bürgermeister Johannes Wohmann gehörte zu den Gästen des Abends, die sich wie die vormaligen Schulleiter Hiltraut Nitschke und Karl-Ulrich Hennicke angetan über die von den Schülern vorbereitete Kulturveranstaltung äußerten. Allerdings vermissten etliche Besucher etwas die in der Einladung angekündigte ,,Feierstunde". Ein kleiner historischer Abriss und ein Grußwort wie Dankeschön durch den Schulleiter hätte der Veranstaltung gut zu Gesicht gestanden, war in Gesprächen zu hören.
Am 26. Oktober rundet das Finsterwalder Kreismuseum die Veranstaltungen zur Ausstellungseröffnung mit einem Symposium zur regionalen Schulgeschichte ab.
Ab 10 Uhr gibt es Vorträge zur Sonnewalder Lateinschule, zu den Dorfschulen der Parochie Schönborn im 17. und 18. Jahrhundert, zur Nehesdorfer Schulgeschichte, zur Jenaplan-Pädagogik an der weltlichen Schule Finsterwalde von 1930-33 und zu ausgewählten Aspekten der Finsterwalder Schulgeschichte. Interessenten sind herzlich eingeladen. Der Begleitband zur Ausstellung kann erworben werden.

Jürgen Weser





17.10.13 (Lausitzer Rundschau)  

Vorfreude auf weitere hundert Jahre

Großes öffentliches Interesse hat am Dienstagabend die Eröffnung der Sonderausstellung ,,Hans gefällt es sehr gut" im Finsterwalder Kreismuseum gefunden. Im Mittelpunkt steht die einhundertjährige Geschichte der ehemaligen Knabenschule und der Nehesdorfer Schule.


Der Lehrerchor vom Sängerstadt-Gymnasium Finsterwalde führte emotional in die Ausstellung.

Zahlreiche ehemalige Schüler und Lehrer mehrerer Generationen beider Einrichtungen, Regional- und Landespolitiker sowie weitere Besucher erlebten eine emotionale Eröffnungsveranstaltung und Schulgeschichte zum Erinnern.
Vorgestellt wurde auch das soeben erschienene Buch zum gleichen Thema. Ausstellung und Buchpublikation konnten im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2013 ,,Kindheit in Brandenburg" realisiert werden, freute sich Museumsleiter Dr. Rainer Ernst. In seiner Einführung nahm er die Postkarte von 1913, die versicherte, dass dem Abc-Schützen Hans (Johannes Senftleben) die Schule sehr gut gefalle, zum Ausgangspunkt, auf die wechselhafte Geschichte insbesondere der ehemaligen Knabenschule innerhalb des Max-Taut-Ensembles mit dem Kinderheim bis zum heutigen Campus für das Sängerstadt-Gymnasium Lust zu machen.
Elbe-Elster-Sparkassenvorstand Thomas Liebsch erinnerte schmunzelnd daran, dass man mit der Knabenschule eng verbunden sei, weil sie bis 1913 auf dem Grund des jetzigen Sparkassenensembles stand. Für Schulleiter Eberhard Heise spiegelt die ,,kleine Finsterwalder Schulgeschichte" in der Ausstellung und im Buch große Geschichte wider. ,,Die Hundertjährige ist nicht alt geworden, dafür sorgen gegenwärtig 747 Schüler des Sängerstadt-Gymnasiums", versicherte er und will sich ,,auf die nächsten hundert Jahre freuen".
Mit ,,Auf dem alten Schulhof hab ich mich zum ersten Mal verliebt" führte die Lehrer-Singegruppe des Sängerstadt-Gymnasiums emotional anrührend in ,,jede Menge menschliches Gedränge" der Ausstellung. Entstanden ist eine lebendige Schau zur Geschichte der beiden ,,Hundertjährigen". Mit Modellen, alten Foto- und Schriftdokumenten, Schulinventar, Büchern und Zeichnungen wird ihre Entwicklung erlebbar gemacht. ,,Das ist ein würdevoller Rahmen und ich bin emotional berührt", erzählte Peter Senftleben, der 1956 sein Abitur im Max-Taut-Bau an der damaligen ,,Goethe Oberschule" gemacht hat und zur Ausstellung aus Baden-Baden angereist ist. Dieter Lehmann aus Leipzig ,,lobte die tolle Arbeit" der Ausstellungsmacher. Seine Erinnerungen an die Finsterwalder Schulzeit bis 1955 können im Buch nachgelesen werden. Die Ausstellung hat seine Abiturklasse zum Anlass für ein Klassentreffen genommen. Petra Scherff und Antje Sickora amüsierten sich mit Klassenkameradinnen über ihr 8. Klasse-Foto, während sich die Deutschlehrer Christa Guthknecht und Dr. Wilfried Arsand gleich mal auf einer alten Schulbank niederließen. Bürgermeister Jörg Gampe schwelgt in Erinnerungen und freut sich im kommenden Jahr auf die sanierte ehemaligen ,,Knabenschule".
Die Ausstellung will emotional berühren und erinnern, aber auch ein möglichst umfassendes Bild vermitteln. Deshalb hoffen Dr. Ernst und Kultur- und Elbe-Elster Bildungsdezernent Roland Neumann auf zahlreichen Besuch auch von Schulklassen. Für Dr. Heidrun Chmura als Projektmanagerin Kulturland Brandenburg sind Ausstellung und Buch besonders gelungene Beiträge im Themenjahr. Ihr Lob gilt deshalb auch den Finsterwalder ,,Piktografen" als Gestalterteam. Fortgeführt wurde die Ausstellungseröffnung im Sängerstadt-Gymnasium mit einer Präsentation der AG Geschichte und der Fachschaft Kunst.
Die Ausstellung ,,Hans gefällt es sehr gut" im Finsterwalder Kreismuseum ist bis zum 2. März 2014 zu besichtigen. Am 26. Oktober gibt es ein Symposium zur regionalen Schulgeschichte. Das Sängerstadt-Gymnasium lädt am 22. Oktober um 18 Uhr zur musikalisch-literarischen Feierstunde und Ausstellung zum hundertjährigen Jubiläum der Max-Taut-Schule in das sanierte Campus-Gebäude (ehemals Innere) ein.

Jürgen Weser





10.06.13 (Lausitzer Rundschau)  

Zwei rauschende Abiturbälle

 Evangelisches Gymnasium und Sängerstadt-Gymnasium feiern in Doberlug-Kirchhain

Die Traumnote 1,0 gab es für die beiden Sängerstadt-Gymnasiasten Franziska Baer und Niclas Rosar (beide Mitte). Ebenfalls ausgezeichnet wurden Jonas Kanefke (li), Josephine Krause (2.vo li), Britta Lehnert (2.vo re) und Christian Richter





Das Hochwasser im Elbe-Elster-Kreis schwappte am Wochenende selbst auf die Abiturbälle über. Einige Lehrer und Schüler des Evangelischen Gymnasiums konnten an der Feier nicht teilnehmen, weil sie selbst vom Hochwasser betroffen sind oder aus verkehrstechnischen Gründen verhindert waren. Glücksfall für die Organisatoren der Bälle war, dass die Stadthalle zur Verfügung stand – im akuten Notfall wäre sie als Notquartier für Evakuierte infrage gekommen.

  Landrat Christian Jaschinski konnte den 79 erfolgreichen Abiturienten des Finsterwalder Sängerstadt-Gymnasiums seine Glückwünsche durch Bürgermeister Jörg Gampe nur übermitteln lassen. Der freute sich mit den jungen Leuten über die erfolgreiche ,,Hochseilnummer ohne Absturz", denn die frischgebackenen Abiturienten feierten als Zirkus "ABInero" ausgelassen ,,das Ende einer Ära und den Beginn einer neuen Ära", wie Leon Radlach in der Dankesrede der Abiturienten sagte. ,,Ich seh zu den Sternen" sangen Iris Hettwer und Lara Naupold und trafen damit die Glückseligkeit der Sängerstadtabiturienten. Mit einer launigen Rede zeichnete Schulleiter Eberhard Heise den zwölfjährigen Schulweg nach und hob die ,,oft beeindruckenden Leistungen" der Abiturienten hervor.  

Das gilt für den erreichten Jahrgangsdurchschnitt von 2,5 und vor allem für die insgesamt 19 jungen Frauen und Männer mit der Eins vor dem Komma bei der Durchschnittsnote auf dem Abi-Zeugnis. Über die Traumnote von 1,0 und eine Ehrenurkunde der Brandenburger Bildungsministerin Martina Münch durften sich Franziska Baer und Niclas Rosar freuen. Besonders geehrt wurden auch Christian Richter, Jonas Kanefke, Britta Lehnert, Josephine Krause, Franz Lehmann, Paula Vogel, Gregor Mänzel und Ghislain König für herausragende Ergebnisse und ihr großes Engagement für das Sängerstadt-Gymnasium.
Mit den Ratschlägen von Erich Kästner, das Leben neben dem fleißigen Lernen mit all seinen schönen Seiten zu genießen, schickte Schulleiter Heise die Abiturienten in ein selbst bestimmtes Leben.

Bereits am Freitag feierten 44 Absolventen des Evangelischen Gymnasiums unter dem Motto "KABITULATION" ihr staatlich anerkanntes Abitur. Es ist der zweite Abiturjahrgang dieser Schule. Zu ihm gehören aber die ersten Schüler, "die eine rein evangelische Schulzeit genossen haben", wie Schulleiter Immanuel Wendt unterstrich. 2001 an der Evangelischen Grundschule in Tröbitz eingeschult – 2013 Abitur in Doberlug-Kirchhain. Sechs Jahre lang haben die 44 Abiturienten das Wachsen dieses neuen Gymnasiums miterlebt. Der Dank für das Vertrauen in die Schule ging an diesem Abend an Schüler und Eltern gleichermaßen. Bodo Broszinski (FDP), Bürgermeister von Doberlug-Kirchhain, freute sich, nach 2007 endlich wieder Abiturienten in seiner Stadt beglückwünschen zu können. Der Abiturjahrgang 2012 hatte in Falkenberg gefeiert. Sechs Einser-Abiturienten wurden vom Förderverein gesondert geehrt: Florian Heinke (1,3), Maria Dennert (1,7), Marie Edlich, Albrecht Heda, Christin Richter (alle 1,8) und Josephine Powroznick (1,9).  

Jürgen Weser/Heike Lehmann





21.03.13 (Lausitzer Rundschau)

Max Tauts Schulbau wird jetzt aufgepeppt

 Sanierungsstart für Gebäude des Sängerstadt-Gymnasiums in Finsterwalde / Kreis investiert 4,9 Millionen Euro

Die Sanierung des denkmalgeschützten, imposanten Gebäudes des Sängerstadt-Gymnasiums in der Straße der Jugend in Finsterwalde hat am gestrigen Mittwoch offiziell begonnen. 4,91 Millionen Euro lässt sich der Landkreis Elbe-Elster die Kur für das vom avantgardistischen Architekten Max Taut im Alter von 27 Jahren entworfene Schulgebäude kosten – quasi als Geschenk zu dessen 100. Geburtstag in diesem Jahr.
Das besondere Flair des imposanten Gemäuers im Foyer und der erwartungsfrohe Blick auf den Beginn des Schuljahres 2014/2015 mischten sich am Mittwochvormittag zu einer feierlichen Atmosphäre. Landrat Christian Jaschinski (CDU) versprach vor Schülern, Lehrern, Kommunalpolitikern und Bauleuten, dass sich das Gymnasium seinen rund 700 Schülern und den Lehrern zum Schuljahresstart 2014/2015 modern und zeitgemäß präsentieren werde. Damit werde nach Inbesitznahme des sanierten Hauses der einstigen Inneren Abteilung des Krankenhauses im vorigen Jahr die lange entwickelte Idee von einem Campus für das Sängerstadt-Gymnasium Realität.
Mit der Feststellung, dass man es nicht mit dem Bau eines Flugplatzes zu tun habe, ging die fröhlich-zuversichtliche Aufforderung an den Architekten und Bauleiter Jürgen Habermann, für einen reibungslosen Start des Schulbetriebes zu sorgen und die Kosten im Blick zu haben. Habermann konterte mit Max Taut, der als zweiter Preisträger eines Wettbewerbes den Zuschlag für den Bau der Schule bekommen hatte. Ein Grund sei der Preis gewesen. "Schon damals war der Preis heiß", so der Architekt. Er versprach, über die Kosten zu wachen.
Den ehrgeizigen Zeitplan kommentierte er gegenüber der RUNDSCHAU so: "Konzentriertes Bauen ist immer besser, als es über Jahre hinzuziehen." Der Finsterwalder Architekt kam vielmehr ins Schwärmen über das revolutionäre Schulkonzept, das sich im Tautschen Bau erkennen lasse. "Wir sind stolz und glücklich, sein Erstlingswerk in Finsterwalde zu haben", so Habermann. Nach 100 Jahren werde es nun heutigen Anforderungen angepasst. Jürgen Habermann versprach: "Wir werden dabei mit aller Behutsamkeit und Respekt vor der Leistung von Taut umgehen." Jedoch sei das Anforderungsprofil an die Räume enorm hoch, jeder Quadratmeter des Hauses sei im Konzept genutzt.
Schulleiter Eberhard Heise und die Schüler Cornelius Pilz, Jannik Zimmermann und Lars Flechsig freuen sich übereinstimmend auf eines ganz besonders: die zu erwartende moderne Innenausstattung. Gehörten interaktive Tafeln oder Internetzugänge bislang nur punktuell zur Ausstattung, so werde sich das im sanierten Gebäude ganz anders darstellen. Die jetzt zu überstehende Übergangssituation mit dem Unterricht im Gebäude in der Tuchmacherstraße, in der Inneren und zusätzlich in Räumen in der Förderschule sieht Schulleiter Heise gelassen: "Wenn man etwas Gutes will, muss man so etwas auch über eine gewisse Zeit aushalten können." Zu loben sei, dass der Landkreis ein großes Herz für seine Schulen beweise.
Während im Foyer offizielle Worte gesprochen wurden, das von der Schülerfirma der Finsterwalder Förderschule liebevoll hergerichtete Büfett seinen Zuspruch fand und Gymnasiasten dem Sanierungsstart musikalischen Glanz gaben, waren die ersten Bauarbeiten schon in vollem Gange. Peter Hesse und Ray Schröder verständigten sich über nächste Schritte bei der Demontage alter Haustechnik. Die Männer von Wilfried Becks Firma aus Grassau sind seit Montag mit den Rohbauarbeiten beschäftigt.
Zur Sanierung des Schulhauses gehören barrierefreie Zugänge, der Einbau eines Aufzuges, die Umgestaltung der kleinen Sporthalle zur Aula, Maßnahmen für den Brandschutz und die Raumakustik, moderne Fachkabinette für Naturwissenschaften sowie neue Medientechnik.
Für die 129 Schüler der Leistungs- und Begabungsklassen des Gymnasiums werden weitere Fachunterrichtsräume, ein Selbstlernzentrum sowie Leseecken eingerichtet.

Gabi Böttcher





04.02.13 (Lausitzer Rundschau)

"Superkniepers" räumen an Börse ab

 Sängerstadtgymnasium gewinnt Planspiel der Sparkasse Elbe-Elster

Nun ist es kein Geheimnis mehr: Das Sängerstadtgymnasium hat wahre Broker in seinen Reihen. Beim Planspiel Börse der Sparkasse Elbe-Elster spielten sich das Team "Die Superkniepers" mit Tino Roigk, Eric Lehmann und Benedict Schotte auf Platz 1 im Elbe-Elster-Kreis.
Sich auf das glatte Börsenparkett zu wagen, ist nicht jedermanns Sache. Schließlich gilt es, aus weltweiten wirtschaftlichen und politischen Ereignissen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Die aktuellen Kurse im Blick behalten, kaufen und verkaufen, da gehört schon mehr dazu, als einfach nur mit Geld zu spielen, sind sich die drei vom Finsterwalder Siegerteam einig.
So wie sie, gingen im Landkreis weitere 54 Teams aus den fünf Gymnasien an den Start, um ihr fiktives Startkapital von stattlichen 50 000 Euro an der Börse zu vermehren. Damit gehörten sie in der Zeit von Oktober bis Dezember zur großen deutschlandweiten Brokergemeinschaft von insgesamt 35 122 Teams.
Mit ihrem Schlussdepotwert von 54 714,04 Euro rangierten die "Superkniepers" in der Wertung des Ostdeutschen Sparkassenverbandes auf Platz 30 und landesweit auf Platz 319. Die Elbe-Elster-Zweitplatzierten "Die Fürsten der Finsternis", ebenfalls vom Sängerstadtgymnasium, lagen mit 53 309,26 Euro Depotwert im Verband auf Platz 113 und landesweit auf Platz 1085. Ihnen dicht auf den Fersen war das Team "Fliegenpilz" vom Elsterschloss-Gymnasium Elsterwerda mit einem Depotwert von 53 242,26 Euro und das Team "Unbesiegbar" vom Evangelischen Gymnasium Doberlug-Kirchhain mit 53 139,73 Euro.
Für die erreichten Ergebnisse in diesem Spiel spendierte die Sparkasse Elbe-Elster für das Sängerstadtgymnasium eine Prämie in Höhe von 5000 Euro. Das Elsterschlossgymnasium Elsterwerda erhielt 3000 Euro und das evangelische Gymnasium Doberlug-Kirchhain 2000 Euro. Das Preisgeld geht je zur Hälfte in die Klassen- und in die Schulkassen.
Bei der Preisübergabe hob Maximilian Döring von der Sparkasse hervor, dass es beim Planspiel Börse nicht um das "Zocken" an den Börsen geht, sondern darum, wirtschaftliches Grundwissen zu vermitteln, die Funktionsweise der Börse zu verstehen und den verantwortungsvollen Umgang mit Wertpapieren zu erlernen.

Dietmar Seidel





11.06.12 (Lausitzer Rundschau)

Geht raus in die Welt, erobert sie!

 Einhundertfünfzig Sängerstadt-Abiturienten erhielten Reifezeugnisse und feierten fröhlich

Der Abiturjahrgang des Jahres 2012 ist als Doppeljahrgang einmalig in der Geschichte des Landes Brandenburg. So bekamen am Sonnabend auch 150 Schülerinnen und Schüler des Finsterwalder Sängerstadt-Gymnasiums nach 13 oder 12 Schuljahren ihre Abiturzeugnisse während der stimmungsvollen Abiturfeier in Doberlug-Kirchhain überreicht. Notwendig war dies durch die Umstellung der Abiturausbildung geworden.
Deshalb würdigte Schulleiter Eberhard Heise in seiner Rede während der Feierstunde auch, wie gut es Schüler und Lehrer verstanden hätten, die schwierige Aufgabe der Zusammenführung von zwei Jahrgängen zum Abitur zu bewältigen. Dafür steht, dass dieser ,,besondere Abitur-Jahrgang" beachtenswerte Ergebnisse mit dem Gesamtmittelwert 2,24 erzielt hat. Von den 150 jungen Frauen und Männern, die das Abitur geschafft haben, erzielten immerhin 55 eine Durchschnittsnote mit einer Eins vor dem Komma.
In der Mehrzweckhalle in Doberlug-Kirchhain herrschte am Samstagabend jedenfalls beste Stimmung. Schulleiter Heise gab den frisch gebackenen Abiturienten mit auf den Weg, dass mit dem Abiturzeugnis zunächst einmal nur die Berechtigung zum weiter lernen in Studium oder Berufsausbildung, allerdings auf hohem Niveau, erworben sei. Er hoffe, dass die Schule das Rüstzeug zur Bewältigung der komplexen Probleme in einer komplizierten Welt mitgeben konnte. Schülerinnen und Schüler wie Henry Hantke, Christof Schmidt, Rike Fröhlich, Robert Pötzsch und Dennis Hetzschold seien mit ihren Leistungen und Begabungen und ihrem Engagement dafür gute Beispiele.
Besonders geehrt mit einer Anerkennungsurkunde der Bildungsministerin des Landes Brandenburg wurden Stefanie Erpel, Caroline Krause und Richard Lopp, die sich über das Traumergebnis von 1,0 auf ihren Zeugnissen freuen können. Dass die Trauben für das Abitur jedoch hoch hängen, zeigt die Tatsache, dass leider insgesamt 14 Schüler das Ziel nicht erreichen konnten.
In der Mehrzweckhalle in Doberlug-Kirchhain herrschte am Samstagabend jedenfalls beste Stimmung. Schulleiter Heise gab den frisch gebackenen Abiturienten mit auf den Weg, dass mit dem Abiturzeugnis zunächst einmal nur die Berechtigung zum weiter lernen in Studium oder Berufsausbildung, allerdings auf hohem Niveau, erworben sei. Er hoffe, dass die Schule das Rüstzeug zur Bewältigung der komplexen Probleme in einer komplizierten Welt mitgeben konnte. Schülerinnen und Schüler wie Henry Hantke, Christof Schmidt, Rike Fröhlich, Robert Pötzsch und Dennis Hetzschold seien mit ihren Leistungen und Begabungen und ihrem Engagement dafür gute Beispiele. Anerkennung bekam der Abiturjahrgang an diesem Abend von vielen Eltern und Lehrern für die insgesamt tolle und völlig selbstständige Vorbereitung der Abiturfeier von Saal- und Bühnengestaltung über Programmablauf, Musik, Organisation von Fototerminen sowie Büfett bis zu kleinen Dankeschön-Überraschungen für ihre Lehrer.
Zum ,,Einmischen und Mitmischen" an vielen Stellen forderte Finsterwaldes Bürgermeister Jörg Gampe die künftigen Gestalter unserer Gesellschaft auf und wünschte sich von möglichst Vielen nach absolvierter Ausbildung die Rückkehr in die Sängerstadtregion. Besonders die Tutoren des Abiturjahrgangs schickten ihre Schützlinge mit vielen Wünschen und Ratschlägen ins Leben.
,,Geht raus in die Welt, erobert sie, ihr schafft das", forderte Deutsch- und Geschichtslehrerin Sylvia Biesold Applaus heraus. Mit einer humorigen Abiturientenrede nahmen Jonas Gallin und Max Görner noch einmal sich selbst, ihre Mitschüler, Lehrer und Eltern aufs Korn.
,,Ihr seht gut aus, ihr Abiturienten, machen wir etwas daraus", brachten beide die euphorische Stimmung des Abends auf den Punkt. Liebevoll sangen Anna Thieme, Iris Hettwer und Lara Naupold aus der 8E für die Abiturienten ,,Wir leben den Moment". Das taten die dann auch mit Abiband, Disco, Programm und großer Feierlaune bis zum frühen Morgen.

Jürgen Weser





29.02.12 (Lausitzer Rundschau)

Jürgen Weser sagt der Schule ade und ist für die Rente doch zu jung

 Nach 41,5 Jahren als Lehrer fällt ihm der Abschied nicht leicht. Seit 1975 hat Jürgen Weser mehrere Finsterwalder Generationen bis zum Abitur begleitet. Seiner Schule, dem Sängerstadt-Gymnasium, sagt der 65-Jährige heute ade. Doch fürs Altenteil ist er noch zu jung. Mit Notizbuch und Fotoapparat bleibt er der „Lausitzer Rundschau“ als Berichterstatter insbesondere von kulturellen Veranstaltungen erhalten.

  „Wäre 2012 kein Schaltjahr, müsste er schon heute nicht mehr arbeiten. Doch für Studienrat Jürgen Weser beginnt erst „mit Ablauf des 29. Februar 2012“, so hat es der Schulrat verfügt, der Ruhestand. Und deshalb steht Weser heute ein letztes Mal für zwei Stunden vor dem Leistungskurs Deutsch der Klassenstufe 11 am Sängerstadt-Gymnasium. Ab morgen sind Schulklingel, Lehr- und Stundenplan, Klausuren und Projektfahrten nur noch Teil seiner Erinnerung.
Nach der Berufsausbildung mit Abitur in Hoyerswerda hatte der Finsterwalder vier Jahre an der Martin-Luther-Universität in Halle an der Saale studiert und sich die Lehrbefähigung in den Fächern Deutsch und Sport erworben. Über die POS Schwarzheide und die 5. POS Finsterwalde kam er an die Erweiterte Oberschule Finsterwalde, heute Sängerstadt-Gymnasium. Bis zuletzt blieb es „seine Schule“, für die er viel Zeit opferte – weit mehr als es seine Pflicht war. Lediglich in den 80er-Jahren kehrte er ihr den Rücken zu, war bei der Kreisverwaltung Finsterwalde als Kreisturnrat mitverantwortlich für außerschulische Sportwettbewerbe und die Qualität des Schulsports. Im September 1989 zog es den leidenschaftlichen Lehrer wieder vor Schulklassen in seiner EOS. Nach dem gesellschaftlichen Umbruch trug er „ganz wesentlich zur Neuorientierung unserer Schule bei, war an der Begründung des Sängerstadt-Gymnasiums maßgeblich beteiligt“, wie Karl-Ulrich Hennicke, sein langjähriger Schulleiter am Montag bei der Verabschiedung im Kollegenkreis betonte. Dabei attestierte er Weser „die Authentizität, die man braucht, um als Lehrer erfolgreich sein zu können“. Bis zu seinem letzten Schultag hat Jürgen Weser Freude am Lehrer-Beruf.
Die gesunde Neugier, die ihn umtreibt, befriedigt er mit seiner großen Begeisterung für Literatur und Theater, für Sport und Politik sowie bei ausgedehnten Radtouren. Er verfolgt gesellschaftliche Entwicklungen und die Tagespolitik. Mit einem Zusatzstudium erwarb er sich in den 90er-Jahren die Lehrbefähigung für Politische Bildung. Mit viel Organisationstalent holte er Politiker wie Heiner Geißler, Gregor Gysi oder Katharina Reiche an die Schule, organisierte Diskussionen und Lesungen, fuhr mit Schülern zur Leipziger Buchmesse und zur Exkursion in Kafkas Heimatstadt, das goldene Prag, oder in die Klassikerstadt Weimar. Der Grundkurs Deutsch 2008 fand für ihn den Satz „Ein Deutschlehrer, wie er in keinem Buche steht.“
Seit den 80er-Jahren kennen die RUNDSCHAU-Leser Jürgen Weser als Autor. Über Sportberichte fand er schnell den Zugang zur Kulturszene. Mit fundiertem Wissen erwarb er sich insbesondere Achtung bei den bildenden Künstlern im Elbe-Elster-Kreis, aber auch an der Neuen Bühne Senftenberg und Veranstaltern. 2009 verlieh ihm der Landkreis dafür den Kulturpreis. Als Kulturjournalist „… ist sein Anliegen stets, Brücken für ein größeres Verständnis kultureller Prozesse zu schlagen, statt als ‚Richter' kultureller Ereignisse aufzutreten“, hieß es damals in der Laudatio.

Heike Lehmann




17.12.11 (Lausitzer Rundschau)

An der Schacke hellem Strande

 Finsterwalde: Die jährliche Publikation ,,Der Speicher“ des Kreismuseums Finsterwalde ist zum unverzichtbaren Standardwerk für Heimatforscher und an regionaler Historie interessierte Bürger geworden. Der soeben erschienene Band 14 knüpft in der inhaltlichen Ausrichtung als regional-historisches Magazin und im Layout nahtlos an das hohe Niveau der bisherigen Ausgaben an.

Zwar gibt es diesmal kein ausgesprochenes Schwerpunktthema, jedoch gehen etliche Beiträge auf Aspekte der Kirchengeschichte unserer Region von der Reformationszeit bis zum 20. Jahrhundert ein, machte Museumsleiter Dr. Rainer Ernst bei der öffentlichen Vorstellung des 150 Seiten starken Heftes deutlich. Der Historiker Mathias Homagk, der an seiner Dissertation an der Uni Halle arbeitet, geht auf das erste Urkundenbuch des Klosters Dobrilugk aus dem Jahre 1720, verfasst von Peter von Ludewig, ein und leitet neue Erkenntnisse daraus ab.
Ausführlich stellt Dr. Rainer Ernst die Umgestaltungen in der evangelischen Kirche in Finsterwalde im 20. Jahrhundert dar, die den jeweiligen Zeitgeist sowie theologische Sichtweisen veranschaulichen. Besonders die zahlreichen Umbauten nach 1937 und in den siebziger Jahren haben die Trinitatiskirche zu einer ,,Kulturstätte, wie sie schöner gar nicht gedacht werden kann“, gemacht. Ganzseitige Fotografien von Jürgen Vetter zeigen das im Vergleich zu historischen Aufnahmen. Die Stadtansicht im Altaraufsatz der Kirche interpretiert Alfred Lehmann im Vergleich mit einem Merian-Stich von 1652 als Berlin-Cölln und Restauratorin Evelin Waldmann stellt den Stand der Konservierung der Christusfigur am Altar dar. In die Reformationszeit zu den Finsterwalder Visitationsprotokollen führt Manfred Woitzik und zeigt, wie die Reformation in Finsterwalde und Umgebung verlief. Mit Preis gewürdigt In einem sehr lesenswerten Beitrag, der beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten mit einem dritten Preis ausgezeichnet wurde, beschäftigte sich Theresia Maye vom Sängerstadt-Gymnasium als bisher jüngste ,,Speicher“-Autorin auf der Basis ausführlicher Recherche mit dem Leben des Pfarrers Walter Hanschkatz, der wegen seines Aufbegehrens gegen den Nationalsozialismus zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt worden war. Daneben widmet sich das Heft in gewohnter Weise verschiedenen Themen der Heimatgeschichte. Im Vorwort verweist Dr. Ernst auf die 30jährige erfolgreiche Entwicklung des Finsterwalder Kreismuseums und die Unverzichtbarkeit vieler Partner, zu denen die Autoren gehören. So erfährt der Leser archäologische Erkenntnisse von Bruno Mézec zur Entstehung der Stadt Kirchhain, und wird von Weißgerber-Museumsleiter Dr. Andreas Hanslok über frühneuzeitliche Wirtschaftsstrukturen der Kleinstadt Kirchhains anhand der Statuta Acker-Leuthe von 1574 als Zusammenschluss von Landwirtschaft treibenden Bürgern informiert. Über frühe Badefreuden in Finsterwalde hat Museumsmitarbeiter Olaf Weber geforscht und lässt das Treiben ,,An der Schacke hellem Strande“ mit der Historie der ersten Badeanstalt von 1869 bis 1922 lebendig werden. Eisenbahnexperte Gerhard Kieß widmet seinen Beitrag der Geschichte ,,100 Jahre Nebenbahn Finsterwalde – Crinitz – Luckau“. Peter Hennig spürt der Frage nach, inwiefern die Kjellberg Elektroden & Maschinen GmbH in Finsterwalde in den U-Boot Bau im II. Weltkrieg involviert war. Und Heinz Oette zeigt mit einer Fotoreminiszenz Finsterwalde als Stadt der Schornsteine. ,,Der Speicher“ 14 erinnert in der Rubrik ,,Wiederentdeckt und abgespeichert“ an die Kulturpreisträger des Jahres, an die Tuchmacherfamilie Schaefer, den Superintendenten Heller und an den verstorbenen Künstler Eckhard Böttger. Das Heft, das mit attraktivem Layout Geschichte anschaulich sichtbar macht und in hochwertiger Ausführung von Steffen Kazmierczak und Gunter Oettel gestaltet wurde, ist Dank zahlreicher Sponsoren wie bisher zum Preis vonsieben Euro erhältlich. Jürgen Weser

von Jürgen Weser





1.11.11 (Lausitzer Rundschau)

Maxi Lehmann wird durchstarten

Die 15jährige Sportlerin aus Hennersdorf trainiert seit 2005 in der Sektion Leichtathletik des ASC Grün Weiß Finsterwalde und mauserte sich schnell zu einer der besten Athletinnen im Verein. Seit 2006 eroberte sich Maxi Lehmann bei Landesmeisterschaften und Meetings einen Stammplatz auf dem Siegerpodest. 38 Meisterschaftsmedaillen, davon allein zwölf goldene Medaillen, konnte die vielseitige Athletin in den Schüleraltersklassen einheimsen.

Jetzt will Maxi, deren Vielseitigkeit sie schon zeitig für den Mehrkampf prädestinierte, den nächsten Schritt gehen. Sie wechselt zum SC Neubrandenburg, wo neben den Clubs in Frankfurt/Main und Leverkusen die leistungsstärksten Mehrkämpferinnen und -kämpfer Deutschlands trainieren. Dabei ist ihr der Abschied am vorigen Freitag von ihren Schulkameraden der 10. Klasse am Finsterwalder Sängerstadt-Gymnasium und von der Trainingsgruppe des ASC Grün-Weiß verdammt schwer gefallen. ,,Ein paar Tränen sind schon geflossen“, gab Maxi zu. Aber sie will mehr erreichen als in diesem Jahr, als sie bei den Deutschen Meisterschaften im Siebenkampf der Schülerinnen auf dem 5. Platz einkam. Ein tolles Ergebnis bei bisher dreimaligem Training in der Woche. Maxi ist zielstrebig und ehrgeizig, wissen ihre Mutter und Trainer Jörg Schulz. Beide sehen Maxis Schritt in Richtung professionellem Leistungssport mit einem lachenden und weinenden Auge. ,,Sie hat sich um die Bewerbung und Kontaktaufnahme beim SC Neubrandenburg völlig allein gekümmert,“ verrät die Mutti. ,,Die Voraussetzungen bei Maxi für eine Top-Siebenkämpferin sind bestens“, schätzt auch Manfred Dade mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung als Leichtathlet und Trainer ein. Besonders hat er sich in diesem Jahr darüber gefreut, wie gut sie seine Speerwurf-Tipps bei ihrer Bestleistung von 42,58 Meter umgesetzt hat. Auch mit ihren weiteren Bestleistungen wie 13,47 m Kugel (3 kg), 1,61 m im Hoch- und 5,26 m im Weitsprung oder 12,30 Sekunden über 80 m Hürden kann sie glänzen. Und hat sich konstant unter die Top-Ten der Mehrkampfmädchen festgesetzt.
,,Maxi ist eine feine Sportlerin, die auf Menschen zugehen kann und mit ihrer Freundlichkeit auch von den Mitkonkurrentinnen geschätzt wird“, lobt Jörg Schulz seine Athletin und wünscht, dass sie in die Fußstapfen von Sonja Kesselschläger treten kann. Die Finsterwalderin hatte als Athletin beim SC Neubrandenburg Siebenkampf-Medaillen bei internationalen Meisterschaften errungen.
Maxi freut sich jedenfalls auf Training und Schule in Neubrandenburg, wohin sie auch die besten Wünsche des ASC-Vorsitzenden Günter Hartung und von Sängerstadt-Schulleiter Eberhard Heise begleiten. Sie kennt bereits ihre neue Schulklasse, die Trainingsgruppe, den Trainer und ihr Zimmer im Internat. Die Abschiedsgeschenke werden dort einen Ehrenplatz bekommen. Und sie hat mit den Deutschen Hallenmehrkampfmeisterschaften der B-Jugend im Februar bereits das erste große Ziel gesteckt bekommen.
von Jürgen Weser





29.09.11 (Lausitzer Rundschau)

Finsterwalder Schüler nähern sich der Armut

40 Prozent der Bewohner in der philippinischen Hauptstadt Manila leben in Armut, erfuhren Finsterwalder Sängerstadt-Gymnasiasten von Nena Abrea. Gemeinsam mit Uwe Berger vom Cottbuser Verein Carpus gestaltete die philippinische Migrantin zwei Tage Projektunterricht in der Abiturstufe. Probleme der Entwicklungsländer wurden im Rahmen des Geographieunterrichts mehrerer Kurse diskutiert.

Nena Abrea vermittelte den künftigen Abiturienten ein anschauliches Bild von Kinderarbeit und Leben in den Slums in Manila. Armutsbekämpfung und Grundschulbildung für alle Kinder sind zwei der Milleniumsziele, die sich die UNO 2000 auf ihre Fahnen geschrieben hat. Gemeinsam mit den Schülern erarbeiteten Uwe Berger und Nena Abrea in Gruppen Vorschläge, wie das zu erreichen sein könnte. ,,Selbst aktiv werden“ stand dabei im Vordergrund der Überlegungen. Helfen direkt vor Ort, Kinderpatenschaften übernehmen, Protest gegen Großkonzerne, die durch Kinderarbeit Profit machen, organisieren und Aufklärungsarbeit bei uns leisten, schlugen zum Beispiel Henrike Müller, Thomas Rang, Robert Lehmann, Willi Weber und Justin Krumm als Ergebnisse ihrer Überlegungen in der Gruppe vor.
Der Verein Carpus unterstützt seit 1991 Projekte auf den Philippinen. Berger bezeichnet den Cottbuser ,,Graswurzelverein“ mit 40 Mitgliedern, der oft aber viel direkter und konkreter Entwicklungshilfe direkt vor Ort leisten könne als große Entwicklungshilfeorganisationen. ,,Deshalb ist Nena Abrea“, die an der Cottbuser Universität Umwelt- und Ressourcentechnologie studiert hat, ,,für unseren Verein für die Auslandsprojektarbeit und die Kommunikation vor Ort sehr wichtig“, stellt Berger heraus. Besonders hat sich der Verein auf die Fahnen geschrieben, die Bedeutung von Produkten aus fairem Handel für die Bauern vor Ort als konkrete und für uns leicht zu bewältigende Entwicklungshilfe zu propagieren. So kosten die Gymnasiasten ein Mango-Produkt und Schokolade aus dem ,,Schutzengel-Projekt“ und stellen fest, es schmeckt lecker. Firmen, die fair produzieren, erklärt Uwe Berger, zahlen zum Beispiel angemessene Löhne in den Entwicklungsländern und beachten Umweltstandards und das Verbot von Kinderarbeit.
Für Geographielehrerin Ramona Richter, die das Projekt organisiert hat, und ihren Kollegen Holger Steinemann sind solche Unterrichtseinheiten wichtig, weil Probleme der Welt den Schülern so anschaulicher bewusst gemacht werden können. Für November ist ein weiterer Projektunterricht am Sängerstadt-Gymnasium vereinbart. Dann geht es um Ausbeutung beim Nickelbergbau.
von Jürgen Weser