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Bertolt Brecht für Schüler

Gerd Berghofer als engagierter Literaturvermittler für die Sek.II


Nachdem der fränkische Schriftsteller und Rezitator Gerd Berghofer im vergangenen Jahr die "verbrannten Dichter" und ihre Schicksale in einem bewegenden Programm lebendig werden ließ, erweckte er diesmal Bertolt Brecht, den wohl größten deutschen Dramatiker des 20. Jahrhunderts, in vier Veranstaltungen zum Leben. Eine ausgewogene Mischung aus Biografie, Anekdoten und Texten Brechts sorgten dafür, dass die Zuhörer hinter Brechts schriftstellerische Kulissen schauen konnten. Dass dies auf kurzweilige Art geschah, lag vor allem an Berghofers unnachahmlicher Vortragsweise. Die Brecht-Texte, größtenteils Lyrik, setzte er vor allem immer dann ein, wenn es Lebenswendungen, politische und dichterische Umbrüche sowie ideologische und zwischenmenschliche Prämissen des Dramatikers zu veranschaulichen galt.
Einen besonderen Leckerbissen bot Berghofer dann am Montag den Liebhabern des literarischen Expressionismus. In 60 Minuten füllte er eine Expressionismus-Kommode mit all den Facetten dieser Literaturepoche und unterlegte das Ganze eindrucksvoll mit bewegenden, eindrucksvollen, abstoßend hässlichen, skurrilen und mahnend aktuellen Gedichten. So wurde den meisten Zuhörern erschreckend deutlich, wie zeitlos van Hoddis' Gedicht "Weltende" vor der gegenwärtigen japanischen "Apokalypse" erscheint.
Wir hoffen, Gerd Berghofer im nächsten Jahr wieder bei uns begrüßen zu können.

Text U. Biesold/Fotos J. Weser


Mehr über Gerd Berghofer erfahrt ihr auf seiner Homepage...