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Projekt „Premierenklasse“

 

Unser Ausflug ins Staatstheater Cottbus


 
Am Freitag, dem 17.03.2017, hieß es für den Kurs 11/1 „Auf geht‘s nach Cottbus!“. Nach einer kurzen Zugfahrt und einem kleinen Fußmarsch trafen wir am Staatstheater Cottbus ein, wo wir bereits erwartet und freudig begrüßt wurden.
Vom kunstvoll angelegten Außenbereich traten wir in das Foyer ein, wo Büsten von Friedrich Schiller und Johann Wolfgang von Goethe uns „willkommen“ hießen. Zuerst durften wir ins Parkett gehen und erfuhren etwas über die Geschichte des Jugendstil-Theaters, dessen Bau durch Spenden der Cottbusser Bürger im Jahre 1908 ermöglicht wurde. Tatsächlich konnten wir die geometrischen Merkmale im und am Gebäude wiederfinden. Nicht zu vergessen die Panter-Streitwagen als besonderes Detail des Zuschauerraumes und der Krebs als Zeichen von Cottbus. Nachdem wir uns die Räume für die Schauspieler angesehen hatten und durch das Labyrinth des Spielhauses geführt worden waren, durften wir einer Probe des Stückes „Emilia Galotti“ von Gotthold Ephraim Lessing beiwohnen. So sahen wir die Zusammenarbeit von Schauspielern und Regisseur aus einer Sicht, welche dem Publikum sonst verschlossen bleibt. Für uns war es sehr beeindruckend, dass solch eine Geschwindigkeit und ein derart freundschaftlicher Umgang herrschte, was einem ein gutes Gefühl gab. Damit war unser Ausflug jedoch noch nicht zu Ende. Nach einem Gespräch mit der Dramaturgin und einer Pause in der hauseigenen Kantine des Theaters betraten wir die nicht weit entfernte Kammerbühne. Hier sind die Theaterwerkstätten untergebracht, darunter die Schneiderei, Plastik, Malerei und Tischlerei. Es war sehr interessant, die viele aufwendige Arbeit zu sehen und sogar mit einem Tischler sprechen zu können.
Die zahlreichen Eindrücke des Tages bereiteten uns hervorragend auf die bevorstehende Premiere von „Emilia Galotti“ vor und zeigten uns die Vielfalt des Vierspartentheaters Cottbus für Schauspiel, Tanztheater, Orchester und Ballett. Wir freuen uns schon auf den nächsten Theaterbesuch!
 
Text Lilian Kutscher (11/1)/Fotos Frau Dr. Thor


 


„Emilia Galotti“ - Die Premiere!


 
Am Samstag, dem 01.04.2017, stand unser zweiter Besuch im Staatstheater Cottbus an. Der Kurs 11/1 machte sich auf zur Premiere des Trauerspiels „Emilia Galotti“ von Gotthold Ephraim Lessing. Am Haupteingang angelangt, betraten wir durch das Foyer den Spielsaal. Es sollte ein Samstagabend in der ersten Reihe werden.
Die Türen wurden geschlossen und der dritte Gong ertönte. Das Stück begann. Schon in den ersten Sekunden wurde nicht an Spannung gespart. Die Blechwand wurde hochgezogen und die Schauspieler auf einer Drehscheibe im Nebel und mit unzähligen fallenden Briefumschlägen präsentiert. Es entstand der Eindruck einer ganz anderen Welt, in die wir nun entführt wurden. Der Zuschauer wurde mit schnellen Texten und Handlungen in die Geschichte gesogen. Von der Malerin Conti, über den Prinzen, Marinelli, Gräfin Orsina, Emilia, den Vater, die Mutter und den Grafen Appiani wurde das Stück meisterlich inszeniert. Während des Spielens füllte sich der Bühnenboden mit Requisiten – darunter zerschlagene Eier, Wein und Papier. Dabei zog sich ebenfalls ein roter Faden durch das Stück. Kleine Details wie die rosarote Brille oder ein Orden am Jacket ergänzten die Erzählung. Besonders war jedoch, dass nicht nur die Requisiten, sondern auch gestorbene Figuren auf der Drehscheibe liegen blieben. So wie das Granulat, welches wir bei der Führung während unseres ersten Besuches betrachtet hatten. Als Symbol für Blut regnete es auf die Schauspieler hinab, sodass es sogar bei ihrer Verbeugung aus den Kostümen fiel und für Schmunzeln sorgte. Dazu wurde sehr lang geklatscht und die Akteure wurden laut bejubelt.
Insgesamt war das Stück sehr gelungen. Der Lausitzer Rundschau lässt sich außerdem entnehmen, dass es den Schauspielern genauso gefiel, wie Henning Strübbe (alias Marinelli) am 31.03.2017 sagte: „Jeder Theaterabend ist immer wieder neu.“  Das war ein eindrucksvoller Ausflug und jedem anderen weiterzuempfehlen!
 
Lilian Kutscher (11/1)/Fotos Frau Dr. Thor und Staatstheater Cottbus



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Theater Workshop – Das Erinnerungsprotokoll

 
Am 03.05.2017 nahmen wir, der Kurs 11/1, an einem „Workshop“ zum Theaterstück „Emilia Galotti“ teil. Mit Frau Tiedge, der Theaterpädagogin des Staatstheater Cottbus, welche an der Produktion des Stückes beteiligt war, erarbeiteten wir ein sogenanntes Erinnerungsprotokoll.
Im Mittelpunkt stand dabei der Satz: „Man kann sich die Erinnerung vorstellen, wie einen internen Regisseur oder Dramaturgen, der selbst Höhepunkte festlegt, der entscheidet, worum es geht, und vernachlässigt, was er für unwesentlich hält.“
Was sollte das nun bedeuten? Als erste Aufgabe sollten wir nun die Frage mit nur einem Wort beantworten : „Wie kam Emilia das erste Mal zu Ihnen?“. Danach galt es, das Wort, das wir mit der Geschichte verbinden, durch ein zweites zu erweitern. Durch diese Übung sollte unser Kurz- bzw. Langzeitgedächtnis erforscht werden, um nach der langen Zeit die Erinnerungen an die Premiere vom 01.04.2017 wachzurufen.
Die nächste Aufgabe beinhaltete Schlagwörter. Wie in einem Museum sollten wir als Figuren im Freeze eine Situation darstellen. Dies ergab ein großes Bild voller laufender, schlafender, überraschter und interessierter Schüler.
Danach kam die eigentliche Aufgabe. Im Klassenchat unseres Kurses konnten wir nun 5 Minuten lang über die Aufführung chatten. Hierbei kamen sehr lustige und auch unsinnige Gespräche auf. So war es möglich, auch dem Theater ein ehrliches Feedback zu geben. Nachdem die Frage nach der Farbe des Kleides von Emilia geklärt war, wurden wir in vier Gruppen eingeteilt. In den Emotionsfarben grün, rot, blau und schwarz beantworteten wir sechs Fragen zu vier Themen. Zuerst über das Thema und die Szenen, dann die Rollen, das Bühnenbild und die Gestaltung sowie die Kostüme.
Interessante Besuche im Theater und ein aufschlussreicher Workshop liegen hinter uns. Die doch intensivere Beschäftigung mit einem Theaterstück hat gezeigt, dass es sich lohnt, sich kulturell mit Literatur und Schauspiel auseinanderzusetzen. Demnach ist klar: Jederzeit wieder!
 
Text Lilian Kutscher 11/1/Fotos Frau Dr. Thor
 
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