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Hinter den Kulissen am Staatstheater in Cottbus

 
Am 14. November fuhren wir im Rahmen des Seminarkurses „Co-Production“ zusammen mit Frau Seiler zum Staatstheater Cottbus, um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Als wir das symmetrische Hauptgebäude betraten, wurden wir von der Theaterpädagogin Sarah Heinze begrüßt, die uns während unseres Ausfluges begleitete und uns die glamouröse Welt des Theaters etwas näher brachte.
Unsere Besichtigungstour nahm mit einem kurzen Aufenthalt im sogenannten „Sternenzimmer“ ihren Anfang. Dort schilderten wir unsere Erwartungen an den Tag und unsere Vorstellungen dieses prunkvollen Raumes bei einer Premiere. Da am 26. November die Premiere von „Momo“ stattfinden wird, waren alle Mitarbeiter des Theaters mit den letzten Vorbereitungen für die Aufführung eifrig beschäftigt. Nach einer kurzen Zusammenfassung der Geschichte von „Momo“ konnten wir, von dem 2. Rang aus, die Beleuchtungsprobe live miterleben. Als wir uns über unsere Beobachtungen ausgetauscht hatten, begaben wir uns zum 2. Parkett und sahen die Personen, von denen wir zuvor nur die Stimmen gehört hatten. Ein Schauspieler nahm auf der Bühne verschiedene Positionen ein und die anderen tauschten sich über die Wirkung des Lichtes aus. Um wen es sich bei diesen Personen handeln könnte, sollten wir selbst herausfinden, anschließend werteten wir unsere Vermutungen auf der Probebühne aus.
Nachdem wir das „Große Haus“ weitestgehend von innen betrachtet hatten, begaben wir uns zu den Werkstätten in der Kammerbühne, der kleinsten der drei Spielstätten. Dort angekommen, gingen wir zuerst zur Dekorationswerkstatt, in der Requisiten und Teile des Bühnenbildes hergestellt werden. Im Anschluss besuchten wir die Räumlichkeiten der Theaterplastik, in der uns eine Praktikantin von den Aufgaben einer Plastikerin erzählte. Ebenso erfuhren wir etwas über den Beruf des Bühnenbildners, den sowohl die Mitarbeiter in der Rüsterei, Schreinerei und im Malsaal ausüben.
Nach einer etwa dreißig minütigen Pause und einer genauen Betrachtung der Architektur des Hauptgebäudes machten wir uns auf den Weg zu den Probebühnen, bei denen wir sofort von einem Schauspieler begrüßt und mit zitierten Versen von Bertolt Brechts „Kinderbuch“ überrascht wurden. Anschließend gingen wir zu der Probebühne 1, in der normalerweise die Arbeitsproben stattfinden. Da wir nun etwas Zeit und Ruhe hatten, stellten wir uns vor und spekulierten über die wichtigsten Elemente beim Entstehungsprozess einer Oper. Außerdem überlegten wir, wer bei einer Arbeitsprobe anwesend ist und welche Funktion er dort erfüllt. Des Weiteren erfuhren wir etwas über den Prozess von einer Probe bis zur Premiere und nach einer kurzen Einschätzung des Tages endete unser Besuch in Cottbus. Mit ziemlicher Sicherheit hat jeder von uns viel Wissenswertes und neue Erfahrungen mit nach Finsterwalde genommen. Und dafür bedanken wir uns nochmals ganz herzlich bei Frau Seiler und Sarah Heinze, die uns diesen schönen Tag ermöglicht haben. 
 
Text Lisa-Marie Beigel/Fotos Michelle Feldner 


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