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Präventionsprojekt ,,SehnSucht“

1. Durchgang

 
Am 24. und 25. Februar 2010 hatte unsere Jahrgangsstufe 9 Projekttage zum Thema ,,Drogen“, die von der Stiftung ,,SehnSucht“ organisiert wurden. Der Tag begann damit, dass jeder Schüler und Projektleiter seinen Namen auf Krepppapier geschrieben hatte und anschließend an seine Kleidung klebte. Im Laufe des Tages erfuhren wir sehr viele Fakten über den Konsum von legalen sowie illegalen Drogen, indem es einen Theorieteil und einen Praxisteil gab. Nachdem ein Klassen-Konsumprofil erstellt worden war, sahen wir eine Dokumentation über eine Frau, die selbst drogenabhängig war. Durch den Kontakt mit einer Projektleiterin, die selbst abhängig war, entstand bei uns Schülerinnen und Schülern ein sehr authentisches Bild von den Problemen, den Gefahren und Ängsten der Betroffenen. Wir diskutierten sehr viel, wobei alle Schüler voller Spannung dabei waren. Doch neben den zahlreichen Gesprächen über Drogen und Alkohol durften wir einmal selber erleben, wie es ist, wenn man zu viel Alkohol konsumiert hat. Dazu setzten wir eine Brille auf, mit der wir einen Promillestand von 0,8‰ hatten. Es war sehr erschreckend zu sehen, wie andere Schüler versuchten, mit dieser Brille einen Hindernisparcours zu absolvieren, da die meisten mit diesem Promillestand erhebliche Probleme hatten. Alles im allem war in der Auswertung ein großes Interesse von uns zu erkennen und wir erwarten schon jetzt den nächsten, auf dieser Veranstaltung aufbauenden Projekttag im Mai diesen Jahres.   

Die 9. Klassen


2.
Durchgang


(Unter)-Sucht

 Wann hast du das letzte Mal dein Handy ausgeschalten, einfach nur, um nicht ständig darauf schauen zu müssen? Diese Frage wurde uns Schülern der 9.Klassen am 26. Und 27. Mai gestellt. Das Komische daran ist nur, dass das fast keiner beantworten konnte. Ist das dann schon Sucht?

Aber erstmal zum Anfang: Suchtprävention war zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate für einen ganzen Tag Thema in unserem Jahrgang. Mit Süchten umgehen, sie bewältigen und vor allem erst einmal erkennen – darum ging es in diesem Projekt. Das Team der Stiftung „SehnSucht“ aus München verriet uns darüber alles,  angefangen bei Szenenamen für Marihuana bis zu persönlichen Erlebnissen mit Drogen und dem schwierigen Entzug.
Alles begann am frühen Morgen mit den Worten: „Stellt doch mal die Bänke beiseite und macht einen Stuhlkreis!“ Die Reaktion darauf war, sagen wir mal, überrascht. Aber was ein wenig seltsam begann, sollte sich ja dann doch zu einem informativen und ausgefüllten Schultag entwickeln. Vor allem die Lebensdarstellungen von Ex-Abhängigen haben uns tief berührt und auch davon abgeschreckt, selbst einmal zu Drogen zu greifen. Einer der Höhepunkte der Veranstaltung war aber auch das Lesen der Briefe, die wir bei der letzten Veranstaltung im November verfasst hatten. Gute Vorsätze, teils eingehalten und teils wieder ganz vergessen, mangelhaftes Wissen über Drogen (welches jetzt ausgebessert wurde), aber auch Lebensträume, an die wir uns selbst wohl öfter erinnern müssten, wurden uns hier wieder vor Augen geführt.
Alles in allem war es eine gelungene und eindrucksvolle Veranstaltung. Hoffen wir mal, dass die Sehnsucht die Münchner in den nächsten Jahren wieder herlockt, damit auch die zukünftigen 9. Klassen über Sucht, Konsum und Gefahren nachdenken können und werden.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Münchener Stiftung „SehnSucht“ und an die engagierten Elternsprecher, die dieses Projekt organisiert haben.
 
Paula Vogel, Klasse 9a

Stiftung "SehnSucht" zu Gast bei unseren 9ten

 
Das Präventionsprojekt der 9. Klassen wurde mit dem Teil 2 der von Stiftung "Sehnsucht"
angebotenen Intensivversion inklusive dem Baustein Computer-Internet-Sucht abgeschlossen.
Zeit, anhand der jeweiligen Feedback-Gespräche mit den Teams der Stiftung ein Résumé aus
Sicht der Elternvertreter zu ziehen, welche neben den Klassenleiterinnen an diesen
teilnahmen.
Authentisch, überzeugend und besonders wirkt die Arbeit der bundesweit tätigen Stiftung
"Sehnsucht" (www.stiftung-sehnsucht.de) insbesondere dadurch, dass den Teams jeweils ein(e)
Exabhängige(r) angehört.
Was natürlich von größten Interesse ist: Namen sind nie gefallen.
Dass sich die Schüler auf diese Anonymität verlassen konnten, ist wahrscheinlich -neben dem
jugendlichen Auftreten der Teammitglieder- ein Grund dafür, dass die Mitarbeiter der
Stiftung unsere Schüler lobend als aufgeschlossen, gut erzogen, ehrlich und überaus
interessiert am Thema beschreiben konnten. Teil 2 sei im Vergleich zu Teil 1 etwas
schleppend gelaufen, was sich mit den Aussagen einiger Schüler deckt und wozu die Teams
für Verbesserungsvorschläge offen seien. Die Teams der Stiftung haben sich jedenfalls in
unserer Schule wohl und willkommen gefühlt, was nach ihren Aussagen nicht immer bzw.
überall der Fall ist.
Der Sinn dieser Präventionsveranstaltung war nicht, Konsumenten zu definieren.
Vielmehr war die Intention, das Thema Sucht offensiv und präventiv mit einer, bedingt durch
Pubertät und damit verbundenen Selbstfindungsprozessen und Unsicherheiten, für Suchtmittel
jeglicher Form (so auch Computer…) ggf. anfälligeren Altersgruppe zu erarbeiten.
Genuss - Gewohnheit - Sucht, der Übergang ist schleichend und deshalb umso gefährlicher.
Genuss macht vielleicht noch glücklich, Sucht macht sicher krank und kaputt. Wehret den
Anfängen, lernt zu differenzieren, habt Mut, NEIN zu sagen und lasst eure Gefühle und euer
Selbstbewusstsein nicht von „Hilfsmitteln“ vernebeln oder abhängig werden…
So könnte man die Botschaft der beiden Projekttage anhand der Berichte der Teams zu ihrer
Arbeitsweise vielleicht beschreiben.
Eine Art präventive Hilfe zur Selbsthilfe vor dem Einstieg in den „Suchtsumpf“ und nicht erst
aus diesem heraus.
Wir sind überzeugt, dass diese Projektarbeit Wirkung zeigt, so dass die Schüler nicht nur zu
Selbstreflexionen sondern auch zur genaueren Betrachtung ihres Umfeldes animiert wurden.
Deshalb hoffen wir, dass diese Form des offensiven Umgangs mit Prävention an unserem
Gymnasium Schule macht und wir schon in den künftigen 9ten Werbung dafür machen
dürfen. Vielleicht wird unsere Vision wahr, dass das Präventionsprojekt für die
Jahrgangsstufe 9 in die Reihe der jährlichen Projekte unserer Schule aufgenommen werden
kann und so ggf. zu einem Zeichen für den offensiven Umgang unseres Gymnasiums mit dem
heiklen Thema Sucht wird.
Ein derartiges Projekt-Angebot konnte (kann) unseren Kindern nicht kostenlos ermöglicht
werden (hier 10 € pro Schüler je Projekttag).
Danken möchten wir Herrn Rainer Genilke (MdL, CDU), der das Projekt spontan finanziell
unterstützt hat, als aufgrund der kurzfristigen Nichtteilnahme einiger weniger Schüler ein
Restbetrag des fälligen Unkostenbeitrages für die Veranstaltung fehlte und sonstige
Fördermittel ausblieben.
 
J. Fischl                                              K. Schotte
(Kreis-/Landeselternrat)                     (stellv. Vors. Elternkonferenz