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Ciao Germania e Ciao Italia!


 

Toskana-Bericht 2019  


 
Angelockt durch die Aussicht auf großartiges Essen, schmackhaften Wein, traumhafte Städte und  Landschaften sowie eine unvergessliche Zeit folgten am Abend des 31. August 2019 31 Schülerinnen und Schüler des Sängerstadt-Gymnasiums dem Ruf ihrer „Italienischen Sehnsucht“. Auch diesmal sollte die alljährliche Studienfahrt eine Gruppe Jugendlicher in die bezaubernde Toskana führen, weshalb wir uns an der Bushaltestelle in der Tuchmacherstraße in Finsterwalde versammelten.
Und so brachen wir an diesem Samstag voller Vorfreude in Begleitung unserer Lehrer Frau Speri und Herrn Biesold sowie der vier Praktikantinnen um kurz nach halb neun mit leichter Verspätung in Richtung „Bella Italia“ auf. Vor uns lagen 17 Stunden größtenteils unbequemer Busfahrt und fast 1300 Kilometer, die es zu bewältigen galt. Aber in Anbetracht all dessen, was uns im sonnigen Süden erwarten sollte, verloren diese Nebensachen schnell an Bedeutung.
Am Sonntag erreichten wir schließlich gegen 14.00 Uhr unser Camp Free Beach in Marina di Bibbona, wo wir rasch unsere Bungalows bezogen, bevor die meisten von uns noch einige Zeit am malerischen Strand verbrachten und den Tag am Abend in geselligen Runden ausklingen ließen.
Den ersten richtigen Tag unserer Reise sollten wir in der Hauptstadt der Toskana und der Renaissance, Florenz, verbringen und so machten wir uns um 8.00 Uhr auf den Weg. In unserem Zielort angekommen, teilten wir uns in zwei Gruppen auf, die je von zwei Schülerinnen durch die Stadt und zu den berühmten Sehenswürdigkeiten wie die Ponte Vecchio, den Palazzo Vecchio und die für ihre eindrucksvolle Marmorfassade bekannten Kathedrale Santa Maria del Fiore geführt wurden. Danach erhielten wir freie Zeit, um weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt und unter anderem auch die italienische Küche zu erkunden. Eine Stunde vor Abfahrt brach dann jedoch ein Gewitter über uns herein, so dass wir leider den Aussichtsplatz Piazzale Michelangelo, der bei gutem Wetter einen grandiosen Ausblick über Florenz bietet, nicht mehr besichtigen konnten.   
Am Dienstag hieß es dann für alle schon um 4.30 Uhr raus aus den Federn, denn auf dem Tagesprogramm stand ein Besuch auf der Insel Elba, für den wir um 7.30 Uhr mit der Fähre in Piombino ablegten. Im Hauptort Porteferraio angekommen, wartete bereits unsere Touristenführerin Sylvia, die uns den Tag über begleiten und mit interessanten Fakten zur Geografie, Historie und Kultur Elbas versorgen sollte. Zusammen besichtigten wir die Sommerresidenz Napoleons, in der er zwischen 1814 und 1815 im Exil lebte. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in Marina di Campo nutzten viele die Freizeit, um noch einmal am Strand das Wasser und die Sonne des Mittelmeeres zu genießen. Um 14.30 Uhr setzten wir unsere Erkundungstour im Bus mit einer Innentemperatur von 36° und dem dazu passendem Hit aus den 2000ern fort. Zwischendurch wurde uns immer wieder Gelegenheit gegeben, die wunderschöne Landschaft zu bestaunen und mit der Kamera einzufangen, bevor wir um 17.00 Uhr die Rückfahrt ins Camp antraten. 
Der vierte Tag unserer Bildungsreise führte uns in das geheimnisvolle Volterra. Zuvor machten wir noch einen kleinen Zwischenstopp bei „Scali Alabastro“, einer Alabasterwerkstatt, in der wir Einblicke in die Verarbeitung der Gipsart erhielten. Im angrenzenden Souvenirladen konnten wir selbst kleine Andenken für unsere Lieben zu Hause erstehen. In Volterra angekommen, führten uns wieder Schülervorträge zum Teatro Romano, der Piazza dei Priori und dem Palazzo sowie dem Dom Santa Maria Assunta. Nach zweieinhalb Stunden Freizeit brachen wir auf zur Villa Capareccia, einem Weingut in Bibbona, auf dem uns nach einer kleinen Führung ein delikates Drei-Gänge-Menü mit den dazu passenden Weinen erwartete. Im Anschluss ging es mit einem Bus voller angeheiterter Abiturienten in einer stürmischen Fahrt mit spontanen Tanzeinlagen zurück zum Camp.
Siena, „das Herz der Toskana“, war das Ziel des vorletzten Reisetages. Gegen 11.00 Uhr begannen wir mit unserer Stadtführerin Bettina den Rundgang durch die kleinen, mittelalterlich anmutenden Gassen der Stadt. Bettina weihte uns in die Welt des jährlich zweimal auf der Piazza del Campo stattfindenden Palio und der Contraden, der Stadtbezirke, ein. In dem traditionellen Pferderennen, das auch als eines der härtesten der Welt gilt, lassen die Contraden ihrer Vertreter auf Pferden im Wettstreit um Ehre und Ruhm gegeneinander antreten. Neben dem Sitz der „Priora Contrada della Civetta“ (die Contrada der Eule) und dem Austragungsort der Rennen besichtigten wir auch den Dom von Siena, der mit seiner gotischen Architektur eines der bedeutendsten Bauwerke dieser Epoche ist. Als wir um halb sieben wieder im Marina di Bibbona ankamen, hieß es für uns aber auch schon wieder Koffer packen und Bungalows aufräumen. 
Mit dem Freitagmorgen brach auch schon unser letzter Tag in der Toskana an. Um 9.30 Uhr waren alle Koffer verladen und alle Schüler auf ihren Plätzen. Bevor wir uns jedoch endgültig von der italienischen Sonne verabschiedeten, machten wir einen dreistündigen Zwischenstopp in Pisa. An der Piazza dei Miracoli erhielten wir noch die Chance, den berühmt-berüchtigten Schiefen Turm von Pisa sowie den angrenzenden Dom Santa Maria Assunta und das Baptisterium, welches im Übrigen auch die größte Taufkirche der Welt ist, zu bestaunen. Natürlich durften hier die fast obligatorischen Spaßfotos mit dem krummen Bauwerk nicht fehlen.
Um 14.00 Uhr versammelten wir uns schließlich wieder am Bus und brachen endgültig zur Heimreise auf. Nach erneuten 18 Stunden im Bus betraten wir um halb neun Finsterwalder Boden, wo wir bereits von unseren Liebsten in Empfang genommen wurden.
Hinter uns lagen sechs Tage in der Toskana voller spannender Erlebnisse und kultureller Highlights, die unsere Studienfahrt 2019 zu einer interessanten und unvergesslichen Erfahrung gemacht haben. Unser herzlichster Dank gilt hierbei unseren beiden Lehrern, den netten Praktikantinnen und unserem Busfahrer Matthias von Schmidt-Reisen Weißwasser, der uns souverän und sicher durch die oft anspruchsvollen Straßen Italiens begleitet hat. Außerdem bedanken wir uns beim Förderverein unserer Schule, der unsere Studienfahrt-T-Shirts finanziell unterstützt hat.

Text und Fotos Saskia Lehmann